Jennifer Rush ist am Freitagabend nach 13 Jahren ins deutsche Fernsehen zurückgekehrt. Die 65-jährige Sängerin war in der MDR-Talkshow „Riverboat“ zu Gast und sprach in fließendem Deutsch mit Kim Fisher und Klaus Brinkbäumer über ihre lange Auszeit. Im Gespräch kündigte Rush zudem neue Musik an.
Auf die Frage, wo sie all die Jahre gewesen sei, schilderte Rush mehrere Stationen. Sie habe viel Zeit in Südafrika verbracht, dann sei die Corona-Pandemie gekommen, anschließend habe sie sich mit einem Team von Handwerkern in die Sanierung von Wohnungen gestürzt. Aus diesem Geschäft sei sie inzwischen wieder ausgestiegen. „Das hat Spaß gemacht“, sagte sie über die Bauphase, wie t-online berichtet.
Vom Welthit zum stillen Rückzug
Rush, 1960 als Heidi Stern in New York geboren, wuchs ab Kindertagen in Deutschland auf - in Flensburg, Rendsburg, Wiesbaden und München, wo ihr Vater als Opernsänger engagiert war. Vor ihrem Durchbruch arbeitete sie als Sekretärin in einem Münchner Architekturbüro. 1985 stürmte sie mit der Ballade „The Power of Love“ weltweit die Charts; in Großbritannien wurde der Titel zur meistverkauften Single des Jahres. Ihr letztes Studioalbum „Now Is The Hour“ erschien 2010, danach trat sie kaum noch öffentlich auf. Letztmals in Deutschland zu sehen war sie laut t-online im Dezember 2013 bei der Berliner Premiere von „Ice Age Live“.
Das hat Spaß gemacht.
Was jetzt kommt
Im „Riverboat“ stellte Rush eine Rückkehr ins Tonstudio in Aussicht. Neue Musik solle bald folgen, versprach sie dem Publikum; konkrete Termine oder einen Albumtitel nannte sie nicht. Neben Rush saßen am Freitag unter anderem Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, „Bergdoktor“-Schauspieler Mark Keller, Förster Peter Wohlleben sowie Schauspielerin Judith Richter und Schauspieler Heinrich Schafmeister auf dem Sofa. Keller bewarb dort laut Schlagerpuls sein Konzertprogramm „Songs of my Life“. Die Sendung lief von 22 bis 24 Uhr im MDR, eine Wiederholung folgt am Sonntag um 11.40 Uhr.