AC/DC treten am 16. September nicht wie geplant in Toronto auf. Der Veranstalter Live Nation sagte die Show im Rogers Stadium in der Nacht zum Donnerstag ab, wie die Deutsche Presse-Agentur meldet. Grund seien Schäden, die ein schweres Unwetter Anfang September an dem Freiluftstadion mit rund 50.000 Plätzen angerichtet hat.
Der Sturm war am 2. September mit Sturmböen und Starkregen über Toronto gezogen und hatte Teile der Tribünen zerstört; die Stadt sprach von „bedeutenden Schäden“. Wenige Tage später verpflichtete die kanadische Metropole Live Nation per Anordnung dazu, einen Ingenieur zu bestellen, einen Reparaturplan vorzulegen und eine neue Baugenehmigung einzuholen, bevor wieder Zuschauer eingelassen werden dürften. Diesen Auflagen sei bis zum geplanten Konzerttermin nicht mehr nachzukommen, teilte der Veranstalter mit.
Nach eigenen Angaben suchte Live Nation nach einer Ausweichspielstätte, fand aber keine Halle mit ausreichender Kapazität in Toronto. „Die richtige Entscheidung ist, sich die Zeit zu nehmen, die beschädigten Bereiche des Stadions zu entfernen und neu aufzubauen, damit es im nächsten Sommer wieder für die Fans bereit ist“, zitierte news.de die Erklärung des Konzertveranstalters.
Die Sicherheit von Fans, Artists, Crew und Personal hat für uns immer oberste Priorität.
Ticketinhaber müssten nichts weiter tun, so Live Nation: Der Kaufpreis werde automatisch über das ursprüngliche Zahlungsmittel erstattet. In der deutschsprachigen Ausgabe des Metal Hammer bestätigte der Veranstalter, dass die Rückabwicklung über Ticketmaster laufe.
Vorletzte Nordamerika-Etappe der Power Up Tour
Für AC/DC ist die Absage ein empfindlicher Ausfall auf der Zielgeraden ihrer Nordamerika-Tournee. Die im Juli gestartete Power Up Tour endet nach den verbleibenden Terminen in Montreal (12. September), Winnipeg (20. September) und East Rutherford (25. September) am 29. September in Philadelphia. Für 2026 sind keine weiteren Konzerte in Europa angekündigt; die letzten Auftritte in Deutschland - unter anderem in Gelsenkirchen und München - liegen zwei Jahre zurück.
Brian Johnson, der 78-jährige Sänger, hatte bereits Anfang August in Las Vegas Glück gehabt, als eine Bühnenkanone während des Songs „For Those About to Rock“ auseinanderbrach; ein Metallteil verfehlte ihn nur knapp. Vor der ausgefallenen Toronto-Show gab es also bereits Anlass zur Frage, wie belastbar Bühnenaufbau und Infrastruktur der aktuellen Tour sind. Die kanadische Stadionabsage verschärft die Debatte um Wetterschäden an Openair-Arenen im Klimazeitalter.