Der ZDF-Landkrimi „Acht“ hat am Dienstagabend 3,24 Millionen Zuschauer erreicht und mit 17,9 Prozent Marktanteil die Primetime angeführt. Die von Marie Kreutzer inszenierte österreichische Koproduktion lag damit vor allen Konkurrenten, blieb aber laut Quotenmeter deutlich unter der Vier-Millionen-Marke, die das ZDF-Krimi-Segment sonst häufig erreicht.
„Acht“ spielt in Langenlois in Niederösterreich und ist die zweite Folge, in der Regina Fritsch als Chefinspektorin Marion Geyer ermittelt, nach „Vier“ von 2021. Kreutzer führte in beiden Filmen Regie und schrieb das Drehbuch. Ein angesehener Radiologe, gespielt von Stefan Pohl, wird nachts vor seinem Haus mit einer historischen Pistole aus den 1930er-Jahren erschossen, die Monate zuvor aus seiner eigenen Waffensammlung gestohlen wurde. Seine Ehefrau, dargestellt von Verena Altenberger, wird zur Ohrenzeugin der Tat. An Fritschs Seite ermittelt Thomas Prenn als Patrick Brandl.
Rechtsextreme Milieus als Hintergrund
Die Ermittlungen führen in einen Schützenverein und in rechtsextreme Zirkel. Kreutzer verknüpfe den Kriminalfall „mit einer aktuell politischen Diskussion“, schreibt Volker Bergmeister bei tittelbach.tv, und schaffe „intensive Charakterstudien, eine spannungsgetriebene Krimigeschichte“. Der Filmdienst nannte „Acht“ einen „thematisch weit ausholenden Landkrimi“, der durch „sorgsame Inszenierung und das geschickt konzipierte Drehbuch der Themenfülle“ Herr werde, monierte aber, dass die politischen Motive stellenweise klischeehaft aufgetragen wirkten.
ein Gesamtkunstwerk
In den Quoten spiegelte sich die programmatische Zurückhaltung des Films. Zwar reichte es zur Primetime-Führung vor Das Erste und RTL, doch die Gesamtreichweite lag unter den Werten, die Landkrimi-Ausgaben früherer Jahre erreicht hatten. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam der Film laut Quotenmeter nur auf 2,0 Prozent Marktanteil und rund 60.000 Zuschauer, ein Ergebnis, das das Branchenportal als „grottig“ einordnete. Das anschließende „heute journal“ verbesserte den Wert bei den Jüngeren auf 8,3 Prozent.
Kreutzer verweigert am Ende die klassische Krimi-Auflösung, was der Filmdienst zwischen „befremdlich“ und „mutig“ ansiedelt. Für die Landkrimi-Reihe, die seit 2014 als niederösterreichischer Ableger des ORF-Formats läuft, ist „Acht“ die vierte Folge. Fritschs Ermittlerin Geyer setzt damit die Linie fort, die ihre Debütfolge „Vier“ 2021 begonnen hatte.