Der Schauspieler Andreas Hoppe ist tot. Wie seine Berliner Agentur Engelspost am Mittwoch unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb Hoppe bereits am 17. August im Alter von 66 Jahren. Zu den Umständen des Todes machte die Agentur keine Angaben. Bekannt geworden war Hoppe als Kommissar Mario Kopper an der Seite von Ulrike Folkerts im Ludwigshafener „Tatort“ des SWR.

Von 1996 bis 2018 stand Hoppe in 57 Folgen für das SWR-Ermittlerteam vor der Kamera. Sein Einstand kam mit „Der kalte Tod“, sein Ausstieg mit der Folge „Tatort - Kopper“ Anfang 2018. Folkerts und Hoppe verband über die Fernseharbeit hinaus eine Freundschaft, die auf die gemeinsame Studienzeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zurückging. „Ich bin zutiefst erschüttert, dass mein Kollege und Freund Andi verstorben ist“, sagte Folkerts der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin traurig, Andi, das war viel zu früh, Du warst so ein besonderer Typ.“

Mehr als zwei Jahrzehnte hat Andreas Hoppe alias Mario Kopper den SWR-Tatort bereichert.
- Kai Gniffke, SWR-Intendant, dpa

SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte Hoppe als „großartigen Schauspieler und Künstler“, der viel zu früh gegangen sei. Auch nach seinem Ausstieg aus dem Ludwigshafener „Tatort“ blieb Hoppe präsent, mit Auftritten in Reihen wie „Das Traumschiff“, in Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen, in der SOKO-Familie und in der Serie „Blockbustaz“.

Neben der Schauspielerei war Hoppe seit Jahren als Umwelt- und Regionalvermarkter aktiv. 2009 erschien sein Buch „Allein unter Gurken“ über die Herausforderungen einer regionalen Ernährung, 2013 moderierte er für den SWR die Reihe „Der Kommissar im Kühlschrank“. Er engagierte sich als Botschafter für den Bärenwald Müritz und als Unterstützer des WWF sowie des Naturvision-Filmfestivals.

Geboren wurde Hoppe am 1. Juni 1960 in West-Berlin, aufgewachsen in Schöneberg und Tempelhof. Sein Schauspielstudium absolvierte er von 1982 bis 1986 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo er auch Folkerts kennenlernte. Vor der Fernsehkarriere spielte er drei Jahre am Theater Bielefeld und danach an mehreren Berliner Bühnen, unter anderem von 1992 bis 1995 am Grips-Theater. Zuletzt lebte er in Berlin-Charlottenburg und im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern.