Die US-Schauspielerin Anne Schedeen, in den späten Achtzigern auch im deutschen Fernsehen ein Begriff als Familienmutter Kate Tanner in der NBC-Sitcom „ALF", ist tot. Sie starb am Sonntag, dem 15. Juni 2026, im Alter von 77 Jahren, wie ihre Familie auf Schedeens offizieller Facebook-Seite bekanntgab. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Über Schedeens Tod berichteten in Deutschland und der Schweiz unter anderem 20 Minuten, die Badische Zeitung und WEB.DE.
Schedeen verkörperte Kate Tanner über alle vier Staffeln von „ALF", die zwischen 1986 und 1990 produziert wurden. An der Seite von Max Wright als Ehemann Willie spielte sie die nervlich strapazierte, aber bodenständige Mutter einer kalifornischen Vorstadtfamilie, deren Haushalt durch den Absturz eines pelzigen Außerirdischen vom Planeten Melmac aus den Fugen gerät. „ALF" lief in Deutschland ab 1988 in der ARD und prägte den Sitcom-Konsum einer ganzen Fernsehgeneration. Die Serie wurde in mehr als 80 Länder verkauft.
Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass Annie friedlich von uns gegangen ist.
Vom Fernsehgastrollen-Profi zur Serien-Ikone
Geboren am 8. Januar 1949 als Luanne Ruth Schedeen, war die Schauspielerin in den siebziger Jahren zunächst über zahlreiche Gastrollen ins US-Fernsehen gekommen. Vor „ALF" hatte sie Episodenauftritte unter anderem in „Simon & Simon", „Drei Engel für Charlie", „McCloud", „Cheers" und „Mord ist ihr Hobby". Nach dem Ende von „ALF" zog sie sich weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück und konzentrierte sich auf Familie und Wohltätigkeitsarbeit. „Sie hinterlässt ein außergewöhnliches Vermächtnis an kreativer Energie, scharfsinnigem Humor und Freude an ihrer Familie", schrieben die Angehörigen in dem Facebook-Eintrag, der auch Tochter Taylor und Schwester Sarabeth nennt.
Schedeen war 55 Jahre mit dem Filmproduzenten Christopher Barrett verheiratet, der sie zusammen mit Taylor und Schwiegertochter Hilary Flynn überlebt. Die Familie schloss den Nachruf mit einer ungewöhnlichen Bitte an die Fans: „Erhebt eine Margarita zu ihren Ehren." Der „ALF"-Schöpfer Paul Fusco äußerte sich am Montag noch nicht öffentlich; eine Würdigung wird im Lauf der Woche erwartet.