Annette Frier geht mit einer doppelten Nominierung in die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am kommenden Mittwoch in Köln. Die Kölner Schauspielerin ist in der Kategorie Beste Schauspielerin gelistet, ihre Comedy-Serie „Frier und Fünfzig - Am Ende meiner Tage“ konkurriert um den Preis für die Beste Comedy-Serie. Die Gala steigt am 9. September im Confex-Center und wird zur Prime Time auf RTL ausgestrahlt.
Die Serie, die Frier für Sat.1 und den Streamingdienst Joyn dreht und mitproduziert, spielt eine fiktionalisierte Version ihrer selbst: eine Schauspielerin am Rand der Wechseljahre, deren Rollenangebote versiegen, deren Ehe zerbricht und die trotzdem eine Serie über die Menopause durchsetzen will. Produziert wird das Format von Brainpool TV und Good Humor. In den Nebenrollen spielen unter anderem Caroline Frier als Schwester Caro, Alexander Khuon als Ehemann Sascha und Traute Hoess als Mutter Gabriele.
In der Comedy-Kategorie tritt „Frier und Fünfzig“ gegen „Achtsam morden“ (Netflix/Constantin Film) und „Chabos“ (ZDFneo/BBC Studios) an. Um die Auszeichnung als Beste Schauspielerin konkurriert Frier mit Derya Akyol („Euphorie“, RTL+), Samirah Breuer („Schattenseite“, ARD), Karin Hanczewski („Call My Agent Berlin“, Disney+) und Magdalena Laubisch („Die Nichte des Polizisten“, ARD). Die Nominierungen wurden am 26. August in Köln bekanntgegeben, wie das Branchenportal Quotenmeter berichtete.
Bereits im Frühjahr hatte die Grimme-Jury die Serie in ihre Nominierungsliste aufgenommen. Damit ist „Frier und Fünfzig“ innerhalb weniger Monate bei den beiden wichtigsten deutschen Fernsehpreisen präsent.
Preis für Schauspielkunst zwei Wochen zuvor
Für Frier ist die Nominierung nicht die einzige Anerkennung dieses Sommers. Am 22. August erhielt sie auf der Parkinsel in Ludwigshafen den Preis für Schauspielkunst des Festivals des Deutschen Films. Festivalintendant Michael Kötz nannte sie in der Laudatio „eine Schauspielerin zum Niederknien“ und hob laut Bericht von ms-aktuell ihre Bandbreite zwischen Komödie, Fernsehfilm, Serie und Theater hervor. Ausgezeichnet wurden 2026 neben Frier auch Christian Redl und Christian Berkel.
Michael Kötz hat mir mit diesen wunderbaren Worten mindestens sieben Preise angedichtet, die ich gar nicht habe.
Frier reagierte mit Selbstironie auf die Ehrung und widmete den Preis ihrem Team der ZDFneo-Serie „Merz gegen Merz“, in der sie zwischen 2019 und 2024 die Ehefrau Anne spielte.
Am Donnerstagabend war Frier zudem in der ARD zu sehen: In „Inas Nacht“ trat sie gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Caroline Frier auf. Bei Gastgeberin Ina Müller im Hamburger Schellfischposten sprachen die Schwestern laut Programmvorschau von t-online über die gemeinsame Kindheit, ein angebliches Playboy-Angebot und ihre Aprilscherz-Leidenschaft. Musikalische Gäste waren Danger Dan und Asaf Avidan.