Der britische Schauspieler Anthony Head ist tot. Er starb am Freitag, 5. Juni 2026, im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Das teilten seine Töchter Emily und Daisy Head in einer gemeinsamen Erklärung mit, die unter anderem von der BBC verbreitet und in Deutschland von t-online und filmstarts dokumentiert wurde. Head verstarb friedlich im Kreise seiner Familie.
International bekannt wurde Head Ende der neunziger Jahre als Bibliothekar und Wächter Rupert Giles in der US-Fantasyserie „Buffy - Im Bann der Dämonen" (1997-2003). Sieben Staffeln lang stand er der jungen Vampirjägerin Buffy Summers (Sarah Michelle Gellar) als Mentor zur Seite, eine Rolle, die ihm eine treue Fangemeinde bis weit über das Serienende hinaus sicherte. Zuletzt gehörte er dem Ensemble der Apple-TV-Erfolgsserie „Ted Lasso" an, in der er den Klubbesitzer und Antagonisten Rupert Mannion spielte, über drei Staffeln von 2020 bis 2023.
Es war und wird für immer eine Ehre und ein Privileg sein, seine Töchter zu sein.
Vom Musical zum Kultmentor
Geboren am 20. Februar 1954 in London, durchlief Head die London Academy of Music and Dramatic Art und arbeitete zunächst am Theater und in britischen Musicals, bevor er ins Fernsehen wechselte. Vor „Buffy" war er in Großbritannien einem breiten Publikum vor allem durch eine über Jahre laufende Werbekampagne für die Kaffeemarke Gold Blend ein Begriff. Nach Sunnydale folgten weitere prägende Rollen: König Uther Pendragon in der BBC-Fantasyserie „Merlin" (2008-2012), wiederkehrende Auftritte als Premierminister in „Little Britain", Gastrollen in „Doctor Who" und der zweiten Staffel von „Bridgerton" als Lord Sheffield.
Auch im Kino war Head präsent. Er stand für Tim Burtons „Sweeney Todd" vor der Kamera, spielte in Marvels „Ghost Rider: Spirit of Vengeance" und der Rockoper „Repo! The Genetic Opera", trat in Woody Allens „Scoop" und an der Seite von Meryl Streep in „Die Eiserne Lady" auf. Parallel verfolgte Head eine eigene Musikkarriere und veröffentlichte mehrere Alben. Wie 20 Minuten und der Berliner Zeitung-Schwester moviepilot berichten, hatte er bis zuletzt vor der Kamera gestanden, zuletzt in Harlan Cobens Netflix-Thriller „Stay Silent".
Heads Tod folgt nur rund sechs Monate auf den seiner langjährigen Partnerin Sarah Fisher, die im Dezember 2025 mit 61 Jahren gestorben war. Aus der Beziehung gingen die beiden Töchter hervor, die heute selbst als Schauspielerinnen arbeiten: Emily Head, bekannt aus der britischen Sitcom „The Inbetweeners", und Daisy Head, zuletzt in der Netflix-Fantasyserie „Shadow and Bone" zu sehen. In ihrer Mitteilung würdigten sie ihren Vater als Menschen, der seinen Beruf bis zuletzt geliebt habe und es als „außerordentliches Glück" empfunden habe, mit „bemerkenswert begabten Menschen" gearbeitet zu haben.