RB Leipzig steht kurz vor dem ersten Transfer-Coup des Sommers. Nach übereinstimmenden Berichten von Sky und dem Portal fussballtransfers.com haben sich die Sachsen mit dem Hoffenheimer Stürmer Fisnik Asllani grundsätzlich auf einen Wechsel geeinigt. Der 23-Jährige soll die TSG über eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 30 Millionen Euro verlassen; unterschrieben werden könnte laut Sky noch im Juli.
Asllani, gebürtiger Waiblinger mit kosovarischen Wurzeln, war in der abgelaufenen Saison die Entdeckung der zweiten Bundesliga-Halbserie. In 33 Erstliga-Einsätzen erzielte er 18 Tore und rückte damit in den Fokus mehrerer Champions-League-Vereine. Sein Vertrag in Sinsheim läuft eigentlich bis 2029, die Klausel machte den Wechsel jedoch für Klubs mit entsprechender Finanzkraft planbar.
Bayern, BVB und Barcelona außen vor
Um den Angreifer hatten sich neben Leipzig auch der FC Bayern, Borussia Dortmund und der FC Barcelona bemüht. Für die Katalanen war Asllani laut fussballtransfers.com nur Plan B hinter Atléticos Julián Álvarez; der BVB scheiterte an begrenztem Kaderplatz und den ins Stocken geratenen Verhandlungen um einen Abgang von Serhou Guirassy. Bayern wiederum verzichtete auf den finalen Vorstoß, nachdem Konrad Laimer seine Vertragsverlängerung an der Säbener Straße bekanntgegeben hatte und der Kader für die Offensive intern anders sortiert wurde.
Für Sportdirektor Marcel Schäfer ist es der erste größere Zugang, seit RB im Frühjahr die verpasste Champions-League-Qualifikation aufarbeiten musste. Asllani soll die Sturmspitze besetzen, die durch den Abschied von Benjamin Sesko frei geworden war. Leipzig plant nach Sky-Angaben mit einer moderaten Ausstiegsklausel im Vertrag des Neuzugangs - ein inzwischen üblicher Passus in Roter-Bullen-Kontrakten, der Weiterverkäufe absichern soll.
Hoffenheim rüstet um
In Sinsheim wäre der Verkauf der bislang teuerste Abgang der Vereinsgeschichte. Trainer Christian Ilzer hatte in einem Interview mit dem kicker Anfang Juli signalisiert, mit einem Weggang seines Torjägers zu rechnen; die Kraichgauer wollen einen Teil der Ablöse in die Defensive investieren, wo Stanley Nsoki bereits fest zu Union Berlin gewechselt ist. Die Bundesliga-Saison beginnt am 14. August; bis dahin müssen beide Klubs ihre Kader schließen.