Der Schauspieler Axel Schreiber ist tot. Er starb am 3. Juni im Alter von 49 Jahren nach einer langen, schweren Krebserkrankung. Den Tod gab seine langjährige Freundin, die Regisseurin Laura Fischer, am Mittwochabend auf Instagram bekannt; Schreibers Agentur Hübchen bestätigte die Nachricht kurz darauf. Bekannt wurde der gebürtige Brandenburger Mitte der 2000er-Jahre als Axel Mende in der ARD-Serie „Türkisch für Anfänger".

Schreiber, geboren am 30. Januar 1977 in Lübben im Spreewald, hatte zunächst eine Bankausbildung bei der Spreewaldbank absolviert, bevor er von 2001 bis 2004 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover studierte und anschließend in Los Angeles eine zusätzliche Filmausbildung machte. Sein Durchbruch kam mit der Rolle des Axel Mende, der in den drei Staffeln von „Türkisch für Anfänger" (2006-2008) zeitweise mit der Hauptfigur Lena Schneider (Josefine Preuß) liiert war. Das Ensemble um Preuß und Elyas M'Barek erhielt 2006 den Deutschen Fernsehpreis. In den Jahren danach stand Schreiber für mehr als 50 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, darunter Folgen von „Tatort", „SOKO Leipzig", „SOKO Köln", „Notruf Hafenkante" und „Der Bergdoktor". Seine letzte Rolle hatte er im Frühjahr 2025 in der ARD-Krankenhausserie „In aller Freundschaft" als Mirko Hoffmann, dem Bruder von Dr. Kai Hoffmann (Julian Weigend).

Trauer in der Branche

Auf Instagram reagierten Kolleginnen und Kollegen mit Bestürzung. „Nein, das darf nicht sein! Was für ein feiner Kerl", schrieb der Schauspieler Christian Kahrmann, wie t-online dokumentiert. Lea van Acken kommentierte: „Wir werden dich so vermissen, Axel, du schöne Seele." Auch Natalia Avelon und Judith Hoersch meldeten sich zu Wort; Hoersch schrieb, sie müsse weinen und wünsche Schreibers Nächsten „nun Liebe und Halt". Die Agentur Hübchen würdigte ihn in ihrem Nachruf als weit mehr als einen Darsteller.

Du warst für uns nicht nur ein wunderbarer Schauspieler, sondern auch Weggefährte, bester Freund, unsere Familie, Kumpel, Kollege, Traumdeuter, Reisender und Suchender.
- Agentur Hübchen, Instagram

Schreiber lebte seit 2004 in Berlin und arbeitete neben der Schauspielerei als Maler und gelegentlich als Dozent. Für die Kinoleinwand stand er unter anderem in „Weißt was geil wär...?!" (2007) und „Berlin am Meer" (2008) vor der Kamera. Sein letzter Wunsch, so die Agentur, sei „tiefer Frieden" gewesen - eine Formulierung, die andeutet, wie lange den 49-Jährigen die Erkrankung schon begleitet hatte. Öffentlich gesprochen hatte Schreiber über seine Krebsdiagnose nie.