Belgien hat sich im Sechzehntelfinale der WM 2026 aus einem 0:2 zurückgekämpft und Senegal in Seattle mit 3:2 nach Verlängerung geschlagen. Youri Tielemans verwandelte in der fünften Minute der Nachspielzeit der Verlängerung einen Foulelfmeter zum Endstand, wie der Liveticker von sport.de dokumentierte. Im Achtelfinale trifft die Auswahl von Trainer Rudi Garcia auf den Sieger des Spiels USA gegen Bosnien-Herzegowina, das in der Nacht auf Donnerstag in Santa Clara angestoßen wird.
Vor 66.925 Zuschauern im Lumen Field lief Senegal seiner Rolle als Außenseiter lange davon. Habib Diarra brachte die Mannschaft von Trainer Pape Thiaw in der 25. Minute in Führung, Ismaïla Sarr erhöhte in der 51. Minute auf 2:0. Nach 90 Minuten hatte Senegal bei den erwarteten Toren mit 3,22 zu 1,80 klar dominiert, wie das Portal fussballnationalmannschaft.net auflistete. Erst als Rudi Garcia in der zweiten Hälfte auf zwei Stürmer umstellte, kippte die Partie: In der 86. Minute traf der eingewechselte Romelu Lukaku aus dem Gewühl zum 1:2, drei Minuten später köpfte Tielemans nach einer Flanke von Leandro Trossard zum Ausgleich ein.
Wahnsinn von Seattle: Rote Teufel stehen nach Sieg gegen Senegal im Achtelfinale.
In der Verlängerung wurde das Spiel zermürbend, ehe kurz vor dem Elfmeterschießen der entscheidende Moment kam. Bei einem Angriff über die rechte Seite steckte Tielemans in einen Zweikampf mit Lamine Camara, den Videoschiedsrichter überprüften den Kontakt am Fußgelenk. Der honduranische Referee Said Martínez gab nach dem Blick auf den Monitor Strafstoß. Tielemans, der schon den Ausgleich erzielt hatte, verwandelte flach zum 3:2. Für Belgien war es die zweite große WM-Aufholjagd nach dem 3:2 gegen Japan im Achtelfinale 2018 in Rostow.
Senegals Fehlen: Mendy und die Torjagd von Sarr
Für die Löwen der Teranga endete die WM, in der sie erstmals ein afrikanisches 5:0 seit 1982 gefeiert hatten, mit einem bitteren Nachgeschmack. Stammtorhüter Édouard Mendy hatte sich im letzten Gruppenspiel gegen Irak am Knie verletzt und stand nicht zur Verfügung; Ersatzmann Mory Diaw parierte bis zur Schlussphase mehrfach stark, hatte aber gegen den Kopfball von Tielemans keine Abwehrchance. Trainer Pape Thiaw, seit 2024 Nachfolger von Aliou Cissé, hatte den Elfmeter am Rand als hart empfunden, wie der Liveticker vermerkte.
Belgien reist mit dem knappsten Sieg ins Achtelfinale, das die FIFA voraussichtlich am Donnerstag ansetzt. Rudi Garcia, der seine Startelf aus dem 5:1 gegen Neuseeland unverändert gelassen hatte, sprach nach dem Abpfiff von einer Mannschaft, „die nie aufgegeben hat“ - der Satz stand am Ende einer Nacht, in der Kevin De Bruyne, kurz zuvor 35 geworden, und Lukaku wie zu ihren besten Zeiten wirkten. Für die Rote Teufel-Generation um De Bruyne, Vertonghen und Lukaku bleibt eine Turnierrunde mehr, um noch den ersten großen Titel zu holen.