Catherine Ringer, die Sängerin und Mitgründerin des französischen Duos Les Rita Mitsouko, ist tot. Die 68-Jährige starb in der Nacht auf den 14. September an einer aggressiven Krebserkrankung. Ihre Kinder bestätigten den Tod am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
„Catherine Ringer, eine Hälfte des Duos Les Rita Mitsouko und eine der bedeutendsten französischen Künstlerinnen, hat mit ihrer Stimme und ihren Liedern, ihrer großen Freiheit und ihrem einzigartigen Stil Generationen geprägt“, zitierte web.de aus der Erklärung der Familie. Deutsche Redaktionen von t-online über laut.de bis Medienkonverter reagierten mit Nachrufen, die vor allem eine Karriere würdigten, die die französische Popmusik seit den frühen achtziger Jahren mitgeprägt hat.
Ringer, 1957 in einem Pariser Vorort geboren, hatte 1979 den Gitarristen Fred Chichin kennengelernt. Aus der Begegnung wurde Les Rita Mitsouko, ein Duo, das Chanson, Rock, Funk und elektronische Klänge mischte und mit „Marcia Baïla“ 1984 einen Song schrieb, der bis heute zum französischen Kanon zählt. Weitere Hits wie „Andy“, „C'est comme ça“ und „Les histoires d'amour finissent mal“ folgten, dazu Kooperationen mit Sparks und Iggy Pop. Das 1986er Album „The No Comprendo“ gilt als Meilenstein der französischen Rockmusik.
Catherine Ringer hat mit ihrer Stimme und ihren Liedern, ihrer großen Freiheit und ihrem einzigartigen Stil Generationen geprägt.
Chichin, mit dem Ringer nicht nur die Bühne, sondern auch das Leben teilte, war im November 2007 ebenfalls an Krebs gestorben. Ringer trat danach zunächst zurück, kehrte dann aber solo auf die Bühne und ins Studio zurück. Zuletzt hatte sie im Februar in Paris gespielt, wie Euronews berichtet. Die deutsche Wikipedia-Redaktion änderte am Mittwoch die Einleitung ihres Artikels ins Präteritum.
Für die französische Musik verliert mit Ringer nach dem Guardian-Nachruf „eine ihrer markantesten Stimmen“. Wie ihre Kinder mitteilten, wird die Familie in den kommenden Tagen Details zur Beisetzung bekanntgeben.