Das ZDF hat am Donnerstagabend um 20.15 Uhr den 90-minütigen Fernsehfilm „Plötzlich Schwester“ ausgestrahlt. Regie führte Tine Rogoll nach einem Drehbuch von Svenja Ingwersen; produziert haben Good Humor und Brainpool TV in Köln. In der ZDF-Mediathek steht der Film bereits seit dem 13. Juli und ist dort noch ein Jahr lang abrufbar, wie das Presseportal des Senders mitteilt.

Die Handlung setzt kurz vor einer Hochzeit ein. Klara Lange spielt Sandra Giesinger, die mitten in den Vorbereitungen den plötzlichen Tod ihres Vaters Gerd verkraften muss. Auf der Beerdigung tauchen die zweite Ehefrau Gabi (Anita Vulesica) und deren Tochter Sandy auf - der Verstorbene hatte über Jahrzehnte eine parallele Familie geführt. Sandy, gespielt von Cosima Henman, drängt sich als Trauzeugin in die geplante Feier und bringt die Choreografie ins Wanken. Andrea Sawatzki verkörpert Sandras Mutter Monika, Yannik Heckmann den Bräutigam Justus.

gerade das mitreißende Spiel von Cosima Henman ist eine große Freude
- Tilmann P. Gangloff, tittelbach.tv

Die Kritiken für den Film fielen wohlwollend aus. Auf tittelbach.tv nennt Tilmann P. Gangloff „Plötzlich Schwester“ eine „überaus kurzweilige, pointenreiche und in perfektem Tempo umgesetzte Komödie“ und hebt die Besetzung hervor. Auch prisma spricht von einer „turbulenten, aber nicht beliebigen Komödie“ mit Herz und Tempo. Für Henman wird die Rolle in Rezensionen als weiterer Schritt weg von den früheren Kinder- und Jugendrollen gewertet - sie war 2006 in der von ihrem Vater Granz Henman inszenierten Kinoreihe „Die Teufelskicker“ bekannt geworden.

Im Gespräch mit Antenne NRW berichtete die 29-Jährige, die in Köln aufgewachsen ist und seit neun Jahren in Berlin lebt, die Fortsetzung sei im Juni während einer Hitzeperiode gedreht worden. Der Erfolg der ersten „Plötzlich“-Filme habe die zweite Produktion überhaupt erst ermöglicht. „Meine Mutter hat dafür gesorgt, dass ich die Schule beende. Danach bin ich zu einer Schauspielagentur gegangen und habe seit meinem 18. Lebensjahr durchgespielt“, sagte Henman dem Sender über ihren Weg ins Fach. Parallel zum Schauspiel arbeitet sie derzeit an einem eigenen Langfilmprojekt.