Bayern München eröffnet die nächste Pokalsaison in Osnabrück. Bei der Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals 2026/27 am Samstagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund zog der frühere Top-Schiedsrichter Deniz Aytekin als Losfee den Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück als Gegner des Titelverteidigers. Vizemeister Borussia Dortmund tritt beim Hamburger Oberligisten HEBC an. Die ARD übertrug die Ziehung live in der Sportschau.

Auch sonst hat das Tableau Klassiker zu bieten. Finalist VfB Stuttgart reist zu Hansa Rostock, im Südwesten kommt es zum Pokalduell zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern. Werder Bremen muss zum Regionalligisten Lüneburger SK Hansa, RB Leipzig zieht Eintracht Trier, Schalke 04 spielt beim Halleschen FC. Energie Cottbus empfängt den FC Augsburg, der Hamburger SV gastiert bei SC Verl.

Drei Neulinge und ein Dorfverein

Drei Klubs schaffen es erstmals in den DFB-Pokal: Westfalia Rhynern empfängt Dynamo Dresden, der SC St. Tönis 11/20 muss gegen Eintracht Frankfurt antreten, und der VfB Krieschow - Heimat von rund 490 Einwohnern in der Lausitz - bekommt den 1. FSV Mainz 05 zu Besuch. Die Partie wird voraussichtlich in ein größeres Regionalstadion verlegt, der heimische Sportplatz reicht für das Pflichtspiel nicht aus. Die längste Reise hat Holstein Kiel: Die Schleswig-Holsteiner gastieren beim TSV 1860 München, fast 900 Kilometer entfernt.

Da musste man in den ersten zehn Minuten ein bisschen was machen.
- Deniz Aytekin in der ARD-Sportschau über das Südwest-Pokalduell Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Kaiserslautern

Die meisten Erstrundenpartien werden zwischen dem 21. und 24. August 2026 angepfiffen. Bayern München und Borussia Dortmund steigen wegen des Franz-Beckenbauer-Supercups, der am 22. August in Dortmund ausgetragen wird, erst am 1. und 2. September in den Wettbewerb ein. Pro Erstrundenteilnahme schüttet der DFB rund 200.000 Euro Antrittsprämie aus, wie aus den Verbandsmitteilungen hervorgeht. Das Finale steigt am 29. Mai 2027 im Berliner Olympiastadion.

Aytekin, der seine Schiedsrichterkarriere nach der vergangenen Saison beendet hat und vom DFB als „Schiri des Jahres" ausgezeichnet wurde, zog die 32 Paarungen aus zwei Töpfen. In Topf eins lagen Amateure und Zweitligisten mit Heimrecht, in Topf zwei die übrigen Profiteams. Die Ziehungsleitung hatte DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Die Wiederholung der Sendung steht im Sportschau-Stream zur Verfügung.