Der vierte Fall der ARD-Reihe „Die Toten am Meer“ hat am Freitagabend die Primetime gewonnen. „Tod eines Pastors“ verfolgten laut Quotenmeter 4,81 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 24,4 Prozent entspricht. Damit lag Das Erste deutlich vor allen anderen Programmen um 20.15 Uhr. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kamen 0,20 Millionen zusammen, was 7,3 Prozent bedeutete.

Der Film führt Kriminalhauptkommissarin Ria Larsen (Marlene Tanczik) und ihren Kollegen Michael Brandt (Anton Spieker) in eine nordfriesische Kirchengemeinde. Bei Ebbe wird die Leiche des Pastors Christian Oltmann (Patrick Kunkel) im Watt entdeckt, Spuren am Körper sprechen für ein Gewaltverbrechen. Im Verlauf der Ermittlungen kommen Vorwürfe zutage, der Geistliche habe eine Beziehung zu einer damals minderjährigen ehemaligen Schülerin unterhalten. Charlotte Schwab ist erneut als frühere Ermittlerin Elisabeth Haller zu sehen.

Rungholt als roter Faden

Autorin Julia Drache stützt das Drehbuch auf die Rungholt-Sage. Als am Fundort ein in liturgischer Kleidung drapiertes Schwein auftaucht, zieht Haller Parallelen zum untergegangenen Nordfriesland-Ort, dessen Bewohner der Legende nach für ihre Verfehlungen büßten. Die ARD Degeto produziert die Reihe seit 2020, „Tod eines Pastors“ stand bereits ab Donnerstag in der Mediathek.

Quotenmeter attestiert der Ausstrahlung einen „routiniert souveränen“ Auftritt. Die anschließenden Tagesthemen behielten mit 3,30 Millionen Zuschauern und 17,5 Prozent Marktanteil einen großen Teil des Publikums, wie das Portal berichtet. Damit setzt die Reihe ihre Serie stabiler Werte fort: Der dritte Fall „Tod an der Klippe“ hatte im Frühjahr ähnliche Reichweiten erreicht.

Für die ARD ist der Erfolg ein Argument, den Programmplatz freitags im Krimi-Slot weiter mit Landschafts-Ermittlern zu belegen. Regisseurin Franziska Meletzky hatte sich beim Dreh im Sommer 2025 zwischen St. Peter-Ording und Husum an das Genre gewöhnt und wird laut Degeto auch die fünfte Folge verantworten.