Die ProSieben-Wiederholung von „Don't Worry Darling“ hat am Montagabend nur ein dünnes Publikum erreicht. Den Olivia-Wilde-Thriller mit Florence Pugh und Harry Styles verfolgten zwischen 20:15 und 22:40 Uhr im Schnitt 0,42 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, der Marktanteil lag bei 2,2 Prozent. In der für ProSieben entscheidenden Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen blieben es 0,15 Millionen und 4,8 Prozent. Quotenmeter wertete die Vorstellung im Primetime-Check als „ungenügend im Feld“.

Die Konkurrenz nahm den Sender an diesem Pfingstmontag in die Zange. Das ZDF dominierte den Abend mit dem Fernsehfilm „Die Polizistin und die Sprache des Todes“ und 4,24 Millionen Sehern bei 20,7 Prozent Marktanteil, RTL erreichte mit „Bauer sucht Frau International“ 2,70 Millionen und 13,8 Prozent. ProSieben hatte den Thriller, der seine deutsche Free-TV-Premiere im Juli 2025 feierte, lediglich als Wiederholung im Programm. Schon im Vorjahr blieb die Reichweite bei rund 0,85 Millionen.

Auffällig ist der Kontrast zur Resonanz im Netz. „Don't Worry Darling“ steht im Trendindex deutschsprachiger Social-Plattformen weiter weit oben; parallel zur Ausstrahlung war der Film auf Joyn abrufbar. Das Interesse zielt offensichtlich weniger auf das lineare Programm als auf die Nachdebatte zur Produktion, die mittlerweile fast vier Jahre zurückliegt.

Eine perfekte Vorstadt mit Rissen

Olivia Wilde inszenierte „Don't Worry Darling“ 2022 als psychologischen Thriller über eine fiktive Wüstensiedlung namens Victory, deren bonbonbunte 1950er-Jahre-Ästhetik die Bewohner von ihren Erinnerungen abschirmt. Florence Pugh spielt Alice Chambers, deren Alltag aus Cocktailpartys und einem perfekten Bungalow besteht, während Ehemann Jack (Harry Styles) jeden Morgen zu einer geheimen Anlage in der Wüste fährt. Als Alice Risse in der Fassade entdeckt, gerät die Inszenierung ins Wanken; Chris Pine verkörpert den charismatischen Gemeinschaftsführer Frank. Das Drehbuch stammt von Katie Silberman.

Wahrnehmen lässt sich der Film bis heute nicht ohne seine Produktionsgeschichte. Shia LaBeouf war ursprünglich für die Rolle des Jack vorgesehen und stieg vor Drehbeginn aus, über die Frage, ob er ging oder gefeuert wurde, gehen die Versionen weiterhin auseinander. Während der Dreharbeiten begannen Wilde und Styles eine Beziehung; bei den Filmfestspielen von Venedig sorgte ein angebliches Spuck-Manöver von Styles in Richtung Pine für tagelange Debatten in Sozialen Medien, offiziell wurde der Vorfall dementiert. Pugh war bei der Premiere zwar anwesend, mied jedoch die Pressekonferenz.

Am hartnäckigsten hielten sich die Berichte über eine Gagen-Differenz. Branchenmedien sprachen von 700.000 US-Dollar für Pugh und 2,5 Millionen für Styles. Regisseurin Wilde wies das gegenüber Variety mehrfach zurück und nannte die Berichterstattung „erfundenes Clickbait“.

Es gibt absolut keine Berechtigung für diese Behauptungen.
- Olivia Wilde, gegenüber Variety

Wie der Film heute wahrgenommen wird

An der internationalen Kinokasse spielte „Don't Worry Darling“ rund 88 Millionen US-Dollar ein und fand kommerziell sein Publikum. Die Kritik teilte sich: Auf Rotten Tomatoes erreicht der Film 38 Prozent positive Kritikerwertungen, Zuschauerinnen und Zuschauer stimmen mit rund 74 Prozent deutlich wohlwollender ab. epd Film attestierte Florence Pugh eine herausragende Hauptrolle, monierte aber, dass die zentrale Idee an der Umsetzung scheitere. Nach den schwachen Werten vom Montag dürfte ProSieben den Titel bei der nächsten Verwertung kaum noch in die Primetime einplanen.