Borussia Dortmund hat den Druck im Wechselpoker um Said El Mala erhöht. Der BVB legte dem 1. FC Köln ein Paket vor, das mit Boni auf rund 50 Millionen Euro anwächst, berichtet Sky Sport. Ein Vorgängerangebot über 37 Millionen Euro plus Boni hatten die Kölner abgelehnt. Der Rheinklub verlangt weiter 50 Millionen Euro fix - garantiert, ohne Bonusrisiko.
Der 19-jährige Flügelstürmer war die Entdeckung der abgelaufenen Bundesligasaison. El Mala kam in allen 34 Spielen für Köln zum Einsatz, erzielte 13 Tore und legte fünf weitere auf. Die Kölner Anhänger wählten ihn zum Spieler der Saison. Sein Vertrag am Geißbockheim läuft noch bis 2030 und enthält nach t-online-Informationen keine Ausstiegsklausel.
Auf der Gegenseite drängt der Spieler. Nach übereinstimmenden Berichten der Bild und von Sky haben El Mala und seine Familie dem 1. FC Köln intern signalisiert, dass sie einen Wechsel nach Dortmund wünschen. Vorherige Angebote aus der Premier League - konkret von AS Roma und Brentford - hatte die Familie abgelehnt, wie t-online berichtet. Ein Verbleib in Deutschland sei die klare Präferenz.
El Mala und sein Umfeld haben intern kommuniziert, dass es den Wechsel zum BVB werden soll.
Ungewöhnlich ist die Rolle von Jürgen Klopp. Wie Eurosport meldet, soll der Bundestrainer persönlich mit dem Youngster gesprochen und sich für den Transfer zu seinem früheren Klub eingesetzt haben. Klopp sehe in El Mala eine „mögliche Stütze für die Nationalmannschaft in den kommenden Jahren“, heißt es in dem Bericht. Ob dieser Beistand die Kölner Verhandlungsposition schwächt, wird in Köln kritisch gesehen.
Kölns Zeitplan
Beim FC halten sich die Verantwortlichen bislang bedeckt. Sportdirektor Thomas Kessler und Vorstandschef Christian Keller warten laut t-online auf ein schriftlich fixiertes Angebot mit garantierten 50 Millionen Euro. Zugleich sondiert der Klub Alternativen für den Fall eines Abgangs: Ein Leihgeschäft für Mikey Moore, 18, von Tottenham Hotspur soll kurz vor dem Abschluss stehen - allerdings nicht als direkter Ersatz für El Mala.
Zeit für eine Einigung bleibt bis zum Ende des Transferfensters am 31. August. Die Bundesliga startet bereits am 28. August; Köln eröffnet die Saison einen Tag später gegen die TSG Hoffenheim. Sollten die Gespräche scheitern, hat Dortmund nach Sky-Informationen Alternativen im Blick, darunter der vertragslose Jadon Sancho sowie Spieler aus Paris und London. Für den BVB wäre das ein Rückschlag - für Köln der Beleg, dass die Preisschraube auch bei einem wechselwilligen Spieler halten kann.