Unbekannte haben am Freitagabend in Kansas City Fahrzeuge der englischen Fußball-Nationalmannschaft aufgebrochen und Teile der Trainingsausrüstung gestohlen. Wie die Sportschau und der Schweizer Rundfunk SRF unter Berufung auf den englischen Verband berichten, ereignete sich der Vorfall vor dem Trainingsgelände Swope Soccer Village, dem WM-Quartier des Teams von Trainer Thomas Tuchel.

Welche Gegenstände genau aus den Fahrzeugen verschwanden, ist noch offen. Befürchtet wird laut Sportschau, dass unter anderem Bälle und Fußballschuhe entwendet wurden. Die Polizei in Kansas City war am Freitagabend vor Ort und steht nach Angaben der Behörde in Kontakt mit dem englischen Verband, um den Vorfall aufzuklären. Der Sender Sky Sport berichtet, im Zusammenhang mit dem Einbruch seien zwei Personen festgenommen worden.

Der Football Association FA bestätigte gegenüber der britischen Nachrichtenagentur Press Association, dass es einen Vorfall gegeben habe. Weitere Details nannte der Verband mit Hinweis auf die laufenden Polizeiermittlungen nicht. Der Diebstahl traf das Team in einem ungünstigen Moment: Tuchels Mannschaft sollte am Samstagnachmittag Ortszeit in Kansas City eintreffen, die Ausrüstung war bereits vorab dorthin transportiert worden.

Auftakt gegen Kroatien am Mittwoch

England startet am Mittwoch um 22 Uhr deutscher Zeit gegen Kroatien in Dallas in die Weltmeisterschaft. Übertragen wird die Partie in Deutschland im ZDF und bei MagentaTV. Die weiteren Gruppengegner in Gruppe L heißen Ghana und Panama. Tuchel hat das Team nach mehrwöchiger Vorbereitung in Florida nach Kansas City verlegt, um die Reisewege während der Gruppenphase zu verkürzen.

Englands Trainer hatte das Quartier im US-Mittelwesten zuletzt mehrfach als Pluspunkt gegenüber den langen Distanzen anderer Teilnehmer hervorgehoben. Das gestohlene Material lässt sich kurzfristig ersetzen, der Imageschaden dürfte den Stab dagegen länger beschäftigen. Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Sicherheitslage rund um die WM-Quartiere mehrfach für Schlagzeilen gesorgt - unter anderem wegen eines Leichenfunds in einem geparkten SUV nahe des iranischen Trainingsgeländes in Tijuana.