Heftiges Gewitter über Orlando hat am Mittwochabend den letzten WM-Test der englischen Nationalmannschaft gegen Costa Rica im Inter&Co Stadium verzögert. Der für 22 Uhr deutscher Zeit (16 Uhr Ortszeit) geplante Anpfiff fiel aus, auf Videos und Fotos aus dem Stadion in den sozialen Netzwerken waren starke Regenfälle und Blitze zu sehen, wie unter anderem Sport1 und der Tagesspiegel berichteten.
Der englische Verband verschob den Anstoß zunächst um eine Stunde. „Nach einer Platzbegehung im Stadion wird das heutige Spiel gegen Costa Rica nun um 17.00 Uhr Eastern Time angepfiffen - sofern es in der Umgebung nicht zu weiteren Blitzeinschlägen kommt“, teilte die Football Association (FA) am Abend mit, wie t-online dokumentierte. Die Bedingung verriet, wie unsicher die Entscheidungsgrundlage war.
Für Bundestrainer Thomas Tuchel ist der Test gegen die Mittelamerikaner die finale Standortbestimmung vor dem WM-Auftakt. Am kommenden Mittwoch trifft England im Gruppenspiel auf Kroatien, weitere Vorrundengegner in der Gruppe L sind Ghana und Panama.
Wetter als Dauerthema dieser WM
Der Vorfall in Orlando passt zum Wettermuster, das diese WM prägen wird. Florida verzeichnet im Juni statistisch nahezu täglich Nachmittagsgewitter, dazu kommen die Hitze in Texas und Arizona sowie die Höhenlage in Mexiko-Stadt. Die FIFA hat zahlreiche Vorrundenspiele bewusst in das späte Nachmittagsfenster gelegt, um europäische Sendezeit zu treffen. Genau diese Slots sind in den USA aber die anfälligsten für Sturmzellen.
Für England ist der Costa-Rica-Test ohnehin nur ein Probelauf. Sollte die Gewitterzelle in Orlando weiterziehen, kann die Partie wie geplant nachgeholt werden. Andernfalls droht eine Komplettabsage - die Three Lions würden dann ohne klassische Generalprobe in die WM gehen. Wie die FA in ihrer Mitteilung andeutete, hing auch der verschobene Anpfiff am Mittwochabend von der weiteren Wetterentwicklung ab.