Auf der US-Airbase Spangdahlem in der Eifel ist am Dienstagnachmittag eine F-16 Fighting Falcon der U.S. Air Force abgestürzt. Der Pilot konnte sich per Schleudersitz retten und wurde nach Angaben des Stützpunkts medizinisch versorgt. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm bestätigte, dass „eine Person verletzt“ wurde.
Der Kampfjet, der zur auf Spangdahlem stationierten 52nd Fighter Wing gehört, verunglückte laut Basispressestelle gegen 14:30 Uhr. Die Maschine wurde vollständig zerstört. Feuerwehr und Katastrophenschutz des Eifelkreises rückten mit einem Großaufgebot aus; nach Angaben der Kreisverwaltung war der Einsatz am späten Nachmittag beendet.
Zum Unfallhergang sowie zu weiteren Einzelheiten des Ereignisses können seitens des Eifelkreises derzeit keine Angaben gemacht werden.
Die U.S. Air Force äußerte sich zunächst nicht zu den näheren Umständen. In der Mitteilung des Stützpunkts heißt es lediglich, die Ursache werde untersucht. Ob der Absturz nach einem Startvorgang, während einer Trainingsmission oder bei der Landung passierte, blieb am Abend offen.
Spangdahlem als F-16-Standort in Europa
Die Air Base Spangdahlem in Rheinland-Pfalz zwischen Bitburg, Trier und Wittlich ist einer der wichtigsten US-Militärstützpunkte in Europa. Die dort stationierte 52nd Fighter Wing betreibt rund 20 F-16-Kampfflugzeuge und ist Teil der United States Air Forces in Europe mit Sitz auf der benachbarten Ramstein Air Base. Der Stützpunkt beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 5.000 Militärs und Zivilbeschäftigte sowie mehrere hundert deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
F-16-Abstürze im Umfeld von Spangdahlem sind selten, aber nicht ohne Vorgeschichte. Zuletzt war im Oktober 2019 eine Maschine bei Zemmer-Rodt zu Boden gegangen; auch damals rettete sich der Pilot per Schleudersitz und blieb nach Angaben der US-Luftwaffe weitgehend unverletzt. Weitere Unfälle mit Piloten, die den Schleudersitz nutzen konnten, gab es 2011 und 2006.
Ermittlungen laufen
Ob Teile der Maschine außerhalb des Stützpunktgeländes niedergingen und ob Gebäude oder ziviler Verkehr betroffen waren, teilten weder die US-Luftwaffe noch die deutschen Behörden am Dienstagabend mit. Die Kreisverwaltung verwies auf laufende Untersuchungen der Air Force und deutscher Stellen. Nach Informationen von t-online und Ruhr Nachrichten dauerten die Sicherungsarbeiten am Absturzort in den Abendstunden weiter an.