arte hat am Sonntagabend „Fame - Der Weg zum Ruhm“ gezeigt. Der Coming-of-Age-Musicalfilm von Alan Parker aus dem Jahr 1980 lief am 26. Juli 2026 ab 20:15 Uhr im Hauptabendprogramm des deutsch-französischen Kultursenders und ist seither in der arte-Mediathek abrufbar. Zwei weitere Ausstrahlungen sind bereits angesetzt: am 31. Juli und am 12. August, jeweils um 14 Uhr.

Der Sender hatte die Wiederaufnahme in der Woche zuvor beworben. Filmstarts sprach von einem „wegweisenden Coming-Of-Age-Musikfilm“ und stellte den Film in eine Reihe mit späteren Erfolgen wie „Footloose“ und „Dirty Dancing“, die von Parkers Vorbild profitierten. Der Filmdienst würdigte das Werk als „lebensechtes Ensemblestück mit ironischen Untertönen“ und lobte die „poppigen Musicalszenen im Discoglanz“.

Zwei Oscars, ein Titelsong, ein Franchise

Parker erzählt in fünf Akten von acht Jugendlichen an der New Yorker High School of Performing Arts. Von der Aufnahmeprüfung bis zum Abschlussjahr begleitet der Film die Schülerinnen und Schüler durch Musikklassen, Tanzstunden und Schauspieltraining, dazwischen: Rassismus im Klassenzimmer, ein Coming-out, häusliche Gewalt, die erste Verliebtheit. Parker besetzte die Rollen mit realen Kunststudentinnen und -studenten aus New York, darunter Irene Cara, Gene Anthony Ray, Debbie Allen, Barry Miller und Paul McCrane.

Bei der Oscarverleihung 1981 gewann Komponist Michael Gore zwei Preise: für die beste Filmmusik und für den besten Originalsong. Der Titeltrack, gesungen von Irene Cara, wurde zum weltweiten Hit und bescherte dem Film auch einen Golden Globe. Nominiert war der Film außerdem in den Kategorien Drehbuch, Schnitt und Ton. Die Freigabe für die deutsche TV-Ausstrahlung liegt bei FSK 16.

Der Erfolg zog eine ganze Marke nach sich. Von 1982 bis 1987 lief in den USA eine Fernsehserie über sechs Staffeln, in London etablierte sich ab 1995 eine Musical-Adaption, die zehn Jahre am West End gespielt wurde. 2009 folgte ein Remake des Kinofilms. Der Ursprungsfilm blieb dennoch der Referenzpunkt, an dem sich alle Nachfolger messen lassen mussten.

Parkers Handschrift

Regisseur Alan Parker, 1944 in London geboren, hatte sich mit „Bugsy Malone“ (1976) und „Midnight Express“ (1978) in Hollywood etabliert, bevor er mit „Fame“ seinen ersten Musicalfilm drehte. Später folgten „Mississippi Burning“ (1988), „The Commitments“ (1991) und „Evita“ (1996). Parker starb im Juli 2020 im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer langen Krankheit. Für das British Film Institute hatte er zuvor sein Arbeitsarchiv gestiftet.

arte zeigt den Film in einer 127-minütigen Fassung. Nach der Erstausstrahlung am Sonntag steht „Fame“ für rund vier Wochen in der Mediathek des Senders. Wer den Klassiker im laufenden TV-Programm sehen will, hat am 31. Juli und am 12. August Gelegenheit dazu.