Mozilla hat am Dienstag Firefox 153 veröffentlicht. Der Release bringt mehrere Sicherheitsanpassungen und markiert zugleich den Start einer neuen ESR-Basis. Herauszuheben ist ein neues Warnsymbol: Sobald eine Webseite auf die geographische Position zugreift, blendet der Browser ab sofort ein rotes Icon in der Adressleiste ein.

Auch beim Zugriff auf lokale Netzwerke und beim Add-on-Zugriff auf Dateien im System zieht Firefox die Zügel an. Wie Dr. Windows berichtet, hat Mozilla die Berechtigungen für beide Bereiche restriktiver konfiguriert; Zertifikatsaktualisierungen wurden zudem an europäische Vorgaben angepasst. Für Nutzer der aktuellen ESR-Basis 140.x ist der automatische Wechsel auf Firefox 153 ESR für den 29. September 2026 vorgesehen.

Über die Sicherheitsseite hinaus rollt Version 153 schrittweise den KI-Modus „Smart Window“ aus, den Nutzer über eine Warteliste aktivieren können. Firefox Containers, bisher als separate Erweiterung verfügbar, sind ab sofort fester Bestandteil des Browsers. Der interne PDF-Viewer pdf.js kann jetzt einzelne Seiten aus mehreren Dokumenten zusammenführen und Bilder als eigene Seiten einfügen. Windows-Nutzer erhalten HDR-Videounterstützung, in den Firefox Labs steht experimentell das Bildformat JPEG XL bereit.

Zwei-Wochen-Rhythmus ab September

Der strategisch wichtigere Schritt kommt allerdings erst in wenigen Wochen: Firefox 154 erscheint am 18. August 2026 als letzte Ausgabe im vierwöchigen Rhythmus. Ab dem 1. September folgt Firefox 155 - und mit ihm ein Zwei-Wochen-Update-Zyklus. Mozilla hatte die Umstellung am 14. Juli angekündigt, wie WinFuture berichtete.

Als Begründung nennt das Unternehmen die durch Künstliche Intelligenz stark verkürzten Zeitfenster zwischen dem Bekanntwerden einer Sicherheitslücke und deren aktiver Ausnutzung. Ein Beispiel liefert Anthropics KI-Assistent Claude Opus 4.5, der laut ad-hoc-news innerhalb von zwei Wochen 22 Schwachstellen in Firefox aufgespürt hatte, 14 davon mit hohem Risiko. Die meisten schloss Mozilla bereits mit Firefox 148 im Februar 2026.

Nicht fertige Funktionen warten einfach auf den nächsten Release.
- Sylvestre Ledru, Mozilla-Direktor, gegenüber ad-hoc-news

Ledru bezeichnete die Beschleunigung als Experiment und versicherte, dass die Qualität nicht leiden werde. Mozilla behält sich vor, den Rhythmus nach einer Beobachtungsphase wieder anzupassen. Der Browser folgt damit einem Trend im Markt: Google hatte den Chrome-Zyklus bereits im März 2026 auf zwei Wochen verkürzt, Microsoft Edge zieht am 27. August 2026 nach.