Frank Beard, seit 1969 der Schlagzeuger von ZZ Top, ist tot. Beard starb am Montag im Alter von 77 Jahren auf seiner Ranch im texanischen Richmond, wie t-online und Metal Hammer am Dienstag unter Berufung auf den Fort Bend County Medical Examiner berichteten. Der Rechtsmediziner nannte keine Todesursache. Die Familie sei bis zuletzt bei ihm gewesen.
Billy Gibbons, Gründer und Sänger der Bluesrock-Band, würdigte seinen langjährigen Weggefährten in einem gemeinsamen Statement mit Bassist Elwood Francis. Beard sei „einer der von Natur aus innovativsten Schlagzeuger und ein echter Sohn von Texas“ gewesen, so Gibbons laut laut.de. Sein „charakteristischer Backbeat war entscheidend dafür, ZZ an der Spitze zu halten“.
Sein charakteristischer Backbeat war entscheidend dafür, ZZ an der Spitze zu halten.
ZZ Top sagten unmittelbar nach der Todesnachricht Konzerte in Salt Lake City und Colorado Springs ab. An diesem Wochenende sollen zwei Shows im Moody Theater in Austin die laufende „The Big One!“-Tour fortsetzen, wie das US-Branchenblatt Variety berichtete. Auf dem Drumhocker sitzt seit Anfang des Jahres Michael Monahan, der bereits während Beards mehrfacher Auszeiten eingesprungen war.
56 Jahre in derselben Besetzung
Beard, 1949 im texanischen Frankston geboren, spielte als Teenager mit dem späteren Bassisten Dusty Hill in lokalen Bands wie The Cellar Dwellers und The Warlocks, bevor beide 1969 in Houston zu Gibbons stießen. Das Trio blieb bis zum Tod von Hill im Sommer 2021 durchgehend in derselben Besetzung - eine Konstellation, die in der Rockmusik nahezu ohne Parallele ist. Beard wirkte an allen 15 Studioalben mit.
Gesundheitlich hatte der Schlagzeuger zuletzt mehrfach kürzertreten müssen. Im März 2025 pausierte er die Tournee für eine Operation und kehrte drei Monate später zurück; Anfang 2026 zog er sich erneut zurück. Am 5. August dieses Jahres sagte die Band ihren Auftakt der US-Tour in der Hollywood Bowl in Los Angeles kurzfristig ab, offiziell wegen „unvorhergesehener persönlicher Umstände“, wie mehrere US-Medien schrieben. Zwölf Tage später starb Beard.
Anders als seine Bandkollegen war Frank Beard - obwohl das Nachname es suggeriert - der einzige der drei ZZ-Top-Musiker ohne markanten langen Bart. Ein Running Gag, der die Band über Jahrzehnte begleitete. Wie es mit dem Trio weitergeht, ließ Gibbons in seiner Erklärung offen. Er sprach lediglich davon, dass ZZ Top im Sinne des Verstorbenen „weitermachen“ werde.