Radio ffn trauert um „Morgenmän Franky“: Der Moderator Frank Schambor ist am 3. September im Alter von 54 Jahren gestorben, wie der niedersächsische Privatsender in Hannover mitteilte. Fast ein Vierteljahrhundert lang hatte Schambor die Morgensendung des Senders geprägt, bevor er sich 2021 aus dem Tagesgeschäft zurückzog. Sein Tod kam nach Angaben der Familie unerwartet, Angaben zur Todesursache gibt es bislang keine.
Der Sender bestätigte den Tod am Wochenende in einer Erklärung auf seiner Website. „Fast ein Vierteljahrhundert lang war Franky die Stimme des ffn-Morgens. Mit seiner unverwechselbaren Art begleitete er jeden Tag Hunderttausende Menschen beim Aufstehen“, schrieb die Redaktion. Ffn beschrieb Schambor als eines der bekanntesten Gesichter und eine der prägendsten Stimmen in der Geschichte des Senders.
Auch die Familie meldete sich zu Wort und bat gleichzeitig um Zurückhaltung. „Radio allein beschreibt ihn nicht. Er war Moderator, Entertainer und DJ, vor allem aber jemand, der Menschen unterhalten und ihnen eine gute Zeit bereiten wollte“, heißt es in einer Erklärung, die auszugsweise über Schambors Instagram-Kanal verbreitet und von t-online zitiert wird. Die Familie bittet mit Rücksicht auf Schambors Sohn um Ruhe. Ein Termin für eine Trauerfeier soll später bekannt gegeben werden.
Radio allein beschreibt ihn nicht. Er war Moderator, Entertainer und DJ, vor allem aber jemand, der Menschen unterhalten und ihnen eine gute Zeit bereiten wollte.
Vom N-JOY-Nachwuchs zum ffn-Morgen
Schambor wurde am 13. Oktober 1971 in Wuppertal geboren. Sein Weg ins Radio führte über N-JOY, das Jugendprogramm des NDR, bei dem er ab 1995 verschiedene Sendungen moderierte. Im Mai 1999 wechselte er zu radio ffn nach Hannover und übernahm dort die Morgensendung. Als „Morgenmän Franky“ wurde er über die Jahre zu einem der Aushängeschilder des Privatsenders in Niedersachsen und Bremen.
Ende Februar 2021 verließ Schambor ffn nach 22 Jahren, wie der Sender damals mitteilte. Nach dem Abschied aus dem täglichen Morgenprogramm blieb er im Entertainment aktiv, arbeitete laut dem Branchenmagazin Radioszene als DJ auf Veranstaltungen und moderierte Events. In der aktuellen ffn-Erklärung heißt es, Schambor sei ein Wegbegleiter gewesen, mit dem der Sender viele Erinnerungen teile.
Reaktionen aus Niedersachsen und der Branche
Aus Hörerschaft und Branche kamen am Wochenende zahlreiche Kondolenzbotschaften. Die Regionalausgabe von t-online in Hannover erinnerte an Schambors lange Präsenz in Norddeutschland, das Fachmagazin Radioszene würdigte ihn als einen der bekanntesten Morgenmoderatoren seiner Generation. Der Soester Anzeiger nannte ihn einen „Kult-Moderator“, der über Niedersachsen hinaus bekannt gewesen sei.
Wann und wo eine öffentliche Trauerfeier stattfindet, ist offen. Die Familie hatte in ihrer Erklärung ausdrücklich um Rücksicht gebeten - besonders im Hinblick auf Schambors Sohn. Radio ffn kündigte an, in den kommenden Tagen im Programm an Franky zu erinnern.