Die Eintracht führte zur Pause 1:0, dann fielen binnen 20 Minuten drei Augsburger Tore - am Ende stand ein 1:4 im Deutsche Bank Park. Jonathan Burkardt hatte die Frankfurter in der sechsten Minute per Kopfball nach einer Ebnoutalib-Flanke in Führung gebracht. Nach dem Wiederanpfiff verwandelte Arijon Ibrahimović den Rückstand innerhalb von 26 Sekunden in ein Remis, Robin Fellhauer legte in der 47. Minute nach einem Patzer von Torhüter Kaua Santos nach. Alexis Claude-Maurice erhöhte in der 65. Minute, Fabian Rieder setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt per Freistoß. Der FC Augsburg unter Trainer Manuel Baum steht damit nach zwei Spieltagen an der Tabellenspitze der Bundesliga.
Die erste Halbzeit gehörte den Hessen. Burkardt köpfte nach Ebnoutalibs Flanke zur Führung ein, danach spielten die Frankfurter mehrere klare Chancen heraus. Augsburgs Keeper Finn Dahmen verhinderte laut Get German Football News mit einer Reihe von Paraden ein höheres Zwischenergebnis - das Portal wählte den Torhüter zum Spieler des Spiels. „Er hielt seine Mannschaft im Spiel, als es leicht hätte weglaufen können“, heißt es in der Bewertung. Nach der Pause kippte die Statik binnen einer Minute: Ibrahimović traf 26 Sekunden nach Wiederanpfiff, Fellhauer verwertete Sekunden später einen abprallenden Schuss, den der Frankfurter Torwart nicht festhalten konnte.
Es war ein Spiel der zwei Halbzeiten - im ersten Durchgang war alles Frankfurt, im zweiten alles Augsburg.
Augsburg an der Spitze, Frankfurt ohne Idee
Für Augsburg ist es nach dem Auftaktsieg gegen Aufsteiger Schalke der zweite Erfolg in Serie - sechs Punkte, plus fünf Tore. Rieders Freistoß in der 89. Minute war das Sinnbild eines Nachmittags, an dem die Gäste kaltschnäuzig jede Chance nutzten. Chrislain Matsima und Han-Noah Massengo hielten die Frankfurter Offensive in Schach, während im Mittelfeld Massengos Pass zu Claude-Maurices Treffer den entscheidenden Bruch markierte. Trainer Baum, der die Mannschaft im Sommer übernommen hatte, sieht seine Elf nach zwei Spieltagen ganz oben.
Frankfurt-Trainer Adi Hütter steht nach dem Fehlstart schon unter Druck: Am ersten Spieltag reichte es nur zum 3:3 gegen Union Berlin, jetzt kommt die Heimniederlage gegen einen Aufsteigerkandidaten der Vorsaison hinzu. Ein Punkt aus zwei Spielen ist für einen Klub, der die europäischen Plätze anpeilt, ein Alarmsignal. Am nächsten Spieltag wartet auswärts der 1. FC Köln.