Frankreich hat das Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Schweden mit 3:0 (1:0) gewonnen und zieht in Philadelphia ins Achtelfinale gegen Paraguay ein. Kylian Mbappé traf am Dienstagabend in der 45. und 74. Minute, Bradley Barcola legte in der 53. Minute nach. Vor 80.663 Zuschauern im MetLife Stadium in East Rutherford, wie es im kicker-Spielinfo heißt, war Didier Deschamps' Mannschaft phasenweise mehrere Klassen besser als der Gruppendritte aus Skandinavien.
Wie wir am Morgen berichteten, war die Partie als enges Duell zwischen Frankreichs Offensivwucht und Graham Potters tiefem Block angekündigt. 90 Minuten später ist davon nicht viel übrig: Schweden hielt eine Viertelstunde mit, dann übernahm Frankreich. Allein in der ersten halben Stunde vergaben Mbappé, Barcola, Adrien Rabiot und Ousmane Dembélé hochkarätige Chancen, ehe Mbappé in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kühl aus sieben Metern verwandelte.
Das 2:0 fiel acht Minuten nach der Pause, als Bayern-Profi Michael Olise auf der rechten Seite den Ball für Barcola auflegte. Mbappé machte mit seinem zweiten Treffer in der 74. Minute alles klar und überholte mit dem 18. Treffer Miroslav Klose in der ewigen WM-Torjägerliste. Es war Mbappés siebter Doppelpack bei einer Weltmeisterschaft, ein Rekord, an dem nun nur noch Lionel Messi in Schlagdistanz liegt, wie die Rheinpfalz und die Statistiker von Opta vorrechnen.
Geste für Deschamps, klare Stimmen zu Schweden
Mbappés erstes Tor bejubelte der Stürmer mit einem Sprint zur Bank, wo er Deschamps in die Arme fiel. Der Bundestrainer hatte das letzte Gruppenspiel wegen des Todes seiner Mutter verpasst. Auf der Pressekonferenz am Montag im MetLife Stadium hatte Deschamps die Aufgabe trocken eingeordnet: „Schweden ist ein solides, sehr physisches Team, das im Angriff mit Alexander Isak, Viktor Gyökeres und Anthony Elanga sehr viel Qualität besitzt.“ Auf der Pressekonferenz lobte er auch Mbappé: „Er hat hier sehr viel an seiner Physis gearbeitet. Er war schon beim Titel 2018 sehr stark, hat sich weiterentwickelt. Kylian schießt Tore, bereitet sie vor und weiß auch, wie er verteidigen muss.“
Kylian schießt Tore, bereitet sie vor und weiß auch, wie er verteidigen muss.
Schweden bleibt damit nach der ersten WM-Teilnahme seit 2018 erneut in der K.o.-Runde hängen. Trainer Graham Potter hatte vor dem Spiel im ZDF-Liveticker betont, sein Team werde „um das Leben kämpfen“ müssen. Die schwedische Defensive um Lindelöf, Gudmundsson und Lagerbielke hielt nicht, was Potter sich erhofft hatte; Stürmer Isak und Gyökeres tauchten gegen die französische Innenverteidigung um Saliba und Upamecano kaum auf.
Samstag in Philadelphia gegen Paraguay
Im Achtelfinale wartet am Samstag in Philadelphia Paraguay, das am Nachmittag das DFB-Team mit 5:4 im Elfmeterschießen aus dem Turnier geschossen hatte. Frankreich hat in jeder seiner vier WM-Partien mindestens drei Tore erzielt und seit dem Auftakt gegen Senegal kein Gegentor mehr kassiert. Mbappé steht bei fünf Turniertreffern, einen weniger als Messi bei dessen WM-Triumph 2022. Wer die Statistik fortschreiben darf, entscheidet sich in vier Tagen am Lincoln Financial Field.