Am 5. September 2026 wäre Freddie Mercury 80 Jahre alt geworden. Zum Jubiläumstag würdigten Fans, Musiker und öffentliche Institutionen den 1991 verstorbenen Queen-Sänger auf mehreren Kontinenten: mit einer 30 Fuß hohen anamorphotischen Wandmalerei am Wembley-Aufgang in London, einer ausverkauften Geburtstagsgala im Casino Barrière in Montreux und einer eigenen „aspekte"-Ausgabe im ZDF.

Das Wandbild an den Spanish Steps im Wembley Park mit dem Titel „I'm Mr Mercury" stammt vom britischen Street-Art-Künstler Frank Styles. Es überspannt alle 58 Stufen zwischen Wembley Arena und Wembley-Stadion und wurde bereits am 3. September enthüllt. „Freddies Beziehung zu Wembley reicht weit über einen einzigen berühmten Auftritt hinaus", sagte Claudio Giambrone, Head of Cultural Programming des Wembley Park, gegenüber Gold Radio. Queen-Manager Jim Beach fügte an: „Freddie war für Millionen Menschen weltweit als Frontmann von Queen bekannt, abseits der Bühne war er ein stiller und bescheidener Mann."

Freddies Beziehung zu Wembley reicht weit über einen einzigen berühmten Auftritt hinaus.
- Claudio Giambrone, Wembley Park, gegenüber Gold Radio

In Montreux, wo Queen in den Mountain Studios ihre späten Alben aufnahmen, lief das fünftägige Festival „Freddie Days" vom 2. bis 6. September - eine Doppelausgabe zum 80. Geburtstag und zum 30. Jubiläum der Mercury-Statue am Genfersee. Peter Freestone, Mercurys langjähriger persönlicher Assistent, führte laut offiziellem Programm Bootstouren mit persönlichen Anekdoten; auch Terry Giddings, Mercurys Bodyguard und Chauffeur, und der West-End-Sänger Peter Straker traten auf. Am Abend des 5. September stieg im Casino Barrière die offizielle „Great Pretender's Gala" - Karten waren lange vorab ausverkauft, wie das US-Magazin Parade berichtet.

Von Sansibar nach Montreux

Auch das deutschsprachige Fernsehen widmete Mercury ein eigenes Format. Am 22. August strahlte das ZDF-Kulturmagazin „aspekte" das 43-minütige Special „Queen unsterblich: Freddie Mercury zum 80." aus. Moderator Jo Schück sprach unter anderem mit Freestone, Giddings, dem Queen-Videoproduzenten Hannes Rossacher und dem Autor Nicola Bardola über die Verwandlung „vom Farrokh Bulsara zur Ikone Freddie Mercury". Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) legte zum Geburtstag eine eigene Sendung mit acht biografischen Fakten nach.

Neben Wembley und Montreux flankieren weitere Ehrungen den runden Geburtstag: Das Victoria and Albert Museum in London zeigt eine Sonderausstellung, die Royal Mint bringt eine Mercury-Gedenkmünze heraus. Und im Oktober kommt „Queen Budapest", eine restaurierte Dokumentation der letzten Queen-Tour mit Mercury im Sommer 1986, für begrenzte Zeit in ausgewählte Kinos weltweit. Mercury starb am 24. November 1991 in London an einer AIDS-bedingten Lungenentzündung, 24 Stunden zuvor hatte er seine HIV-Infektion öffentlich gemacht.