Alexander Zverev hat die French Open am Sonntag mit einem klaren Auftaktsieg eröffnet. Der an Position zwei gesetzte Hamburger bezwang den französischen Lokalmatadoren Benjamin Bonzi auf dem Court Philippe-Chatrier mit 6:3, 6:4, 6:2 und benötigte dafür knapp 2:16 Stunden. Bei Temperaturen über 30 Grad in Paris setzte sich Zverev gegen die Nummer 98 der Welt in drei Sätzen durch, ohne in echte Bedrängnis zu geraten.

Das frühe Break im sechsten Spiel des ersten Satzes legte die Grundlage. Bonzi, der vom heimischen Publikum getragen wurde, kämpfte sich im zweiten Durchgang zwischenzeitlich auf 4:4 zurück, ehe Zverev erneut zuschlug. Im dritten Satz zog der Deutsche auf 4:0 davon, beendete die Partie mit einem fehlerhaften Return seines Gegners. Statistisch dominierte Zverev mit 34 Winnern bei 28 unerzwungenen Fehlern und einer Erstaufschlagsquote von 89 Prozent.

Bestes Grand-Slam-Pflaster

Es war Zverevs 39. Sieg in Roland-Garros - mehr Siege hat er bei keinem anderen ATP-Turnier seiner Karriere gesammelt. Zehn seiner elf Erstrundenspiele in Paris hat er nun gewonnen. Wie die Sportschau berichtet, knüpft der 29-Jährige damit an seine Konstanz auf Sand an: In den vergangenen fünf Jahren erreichte er bei den French Open mindestens das Viertelfinale, 2024 stand er im Endspiel.

Zverev profitiert in diesem Jahr auch von der Auslosung. Weil Titelverteidiger Carlos Alcaraz wegen einer Handgelenksverletzung kurzfristig abgesagt hat, rückte der Deutsche von Position drei auf zwei vor und landete in der Hälfte ohne Branchenprimus Jannik Sinner. Ein mögliches Halbfinale könnte gegen Novak Djokovic anstehen, im Endspiel würde dann Sinner warten - gegen den Italiener hat Zverev seine vergangenen neun Begegnungen verloren.

Neun Deutsche im Hauptfeld

Insgesamt gehen in diesem Jahr neun DTB-Profis ins Hauptfeld. Bei den Herren trafen oder treffen Jan-Lennard Struff auf Alexander Bublik, Daniel Altmaier auf Félix Auger-Aliassime und Yannick Hanfmann auf Hamad Medjedović. Bei den Damen stand Laura Siegemund gegen Naomi Osaka auf dem Programm, dazu Tatjana Maria, Eva Lys, Tamara Korpatsch und Ella Seidel, die auf die lettische French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko trifft.

Für Zverev geht es nun gegen den Tschechen Tomas Machac, der seinerseits den Belgier Zizou Bergs glatt in drei Sätzen besiegte. Beide trafen zuletzt bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris aufeinander, damals setzte sich Zverev mit 6:3, 7:5 durch. Das French-Open-Finale ist für den 7. Juni angesetzt.