Als am Mittwochabend die erste Maske im Finale der 13. Staffel von „The Masked Singer“ fiel, stand nicht nur Gisa Flake ohne Yeti-Cat-Kostüm auf der ProSieben-Bühne, sondern auch das Rateteam ratlos daneben. Die Schauspielerin und Kabarettistin landete mit ihrer verträumten Katzen-Yeti-Figur auf dem fünften Platz und schied als Erste der fünf Finalistinnen und Finalisten aus. Den Sieg holte der Schweizer Schlagersänger Vincent Gross als „Fernando El Toro“.

Die Enttarnung galt als die größte Überraschung des Abends. In der Joyn-App hatten die Zuschauerinnen und Zuschauer vorab mehrheitlich auf Judith Williams getippt, auch Anke Engelke und Patricia Kelly fielen oft. Comedian Chris Tall erkannte vier der fünf Prominenten korrekt, bei Yeti Cat setzte er auf seine Comedy-Kollegin Tahnee. Nach dem Reveal sagte er Flake direkt ins Gesicht, wie Joyn das Finale protokollierte: „Du hast diese Sendung einfach unglaublich bereichert.“

Du hast diese Sendung einfach unglaublich bereichert.
- Chris Tall, Rateteam, Joyn

Flake selbst nahm die Niederlage mit Humor. Kurz nach Ende der Show meldete sie sich auf Instagram, wie t-online aus Braunschweig berichtet: „Yes, I am guilty, ich war Yeti Cat.“ Und: „Was ne Reise, was ne tolle Zeit!“ Die 36-Jährige bedankte sich bei der Produktion und bei allen, die über Wochen miträtselten.

Breite Rollenpalette als Tarnung

Dass sie bis zum Finale durchrutschte, führt Flake auf ihre vergleichsweise breite Rollenpalette zurück. Sie tritt regelmäßig in der ZDF-„heute-show“ auf, spielt Kommissarin Alexandra Luschke im „Polizeiruf 110“, war im „Tatort“ und bei „4 Blocks“ zu sehen und moderierte zuletzt die ZDF-Kinderreihe „Löwenzahn“. Im Interview mit Joyn fasste sie zusammen: „Die Jury war ja völlig planlos.“ Zu selten sei sie in großen Entertainment-Shows präsent, als dass das Rateteam sie zuordnen könne.

Die gebürtige Braunschweigerin, aufgewachsen rund um die IGS Franzsches Feld, stand als Jugendliche in lokalen Kabaretts auf der Bühne, bevor sie an der Otto-Falckenberg-Schule in München Schauspiel studierte. 2009 holte sie beim Bundeswettbewerb Gesang in der Sparte Chanson den ersten Platz. In der Maske sei sie, so Flake zu Joyn, nach so vielen Jahren vor der Kamera erstmals wieder „losgelöst von allen Erwartungen und Vorurteilen“ gewesen. Das Schwerste sei nicht das Singen gewesen, sondern das Schweigen: Selbst engste Freundinnen und Freunde wussten nichts von der Teilnahme.

Vincent Gross siegt mit „Fernando El Toro“

Hinter Flake ordneten sich Jasmin Schwiers als „Professorin Dr. Dr. Schweinstein“ (Platz vier), Joey Heindle als „P.S.“ (Platz drei) und Anna-Carina Woitschack als „Wild Thing“ ein, die auf Platz zwei kam. Durchgesetzt hat sich der 29-jährige Schlagersänger Vincent Gross, der die gesamte Staffel über den Stier „Fernando El Toro“ verkörperte. „Ich bin einfach nur glücklich“, sagte Gross im Finale, wie TV Movie berichtet.

Durch den Abend führte zum zehnten Mal in Folge Matthias Opdenhövel. Im festen Rateteam saßen Verona Pooth und Chris Tall, als Gast-Rateteamerin war Ruth Moschner dabei. ProSieben und Joyn strahlten das Finale am Mittwoch um 20:15 Uhr parallel aus. Für Flake dürfte der Auftritt den Weg zu einem weiteren Format schon jetzt eingeebnet haben: ZDFneo kündigte für 2026 die Comedy-Serie „Ballz“ an, in der sie eine Hauptrolle spielt.