Mehr als drei Monate nach dem Tod von Alexander Held ist der ZDF-Schauspieler noch immer nicht beigesetzt. Das berichtet die „Bild“, auf die sich am Sonntag unter anderem t-online und tvmovie.de beziehen. Auch wo Helds Urne aktuell aufbewahrt wird, ist demnach unklar.

Held war am 12. Mai 2026 im Alter von 67 Jahren nach einer schweren Lungenentzündung gestorben. Öffentlich bekannt war der Schauspieler vor allem durch seine Rollen als Kommissar Ludwig Schaller in der ZDF-Reihe „München Mord“ und als Oberstaatsanwalt Rolf Grewel im Sonntagabendkrimi „Stralsund“. Erst am Samstag hatte das ZDF mit „Die Stadt, die es nicht gibt“ den vorletzten „München Mord“-Fall mit ihm ausgestrahlt.

Sein letzter Wille war seit Jahren dokumentiert. Held wollte auf seinem Anwesen in Erl in Tirol beigesetzt werden, an der Seite seiner 2014 verstorbenen Frau Patricia Gräfin Fugger von Babenhausen. Ihre Urne war seinerzeit im Garten des gemeinsamen Hauses bestattet worden. „Ja, das ist ein sehr schöner Platz. Dort hat man eine gute Aussicht“, zitierte die „Bild“ den Schauspieler bereits vor Jahren zu diesem Wunsch.

Verlassenschaftsverfahren am Bezirksgericht Kufstein

Der Vollzug dieses Wunsches hängt derzeit an einer offenen juristischen Frage. Am Bezirksgericht Kufstein läuft das Verlassenschaftsverfahren, mit dem Helds Nachlass abgewickelt wird. Dazu gehört auch das Grundstück in Erl. Der Schauspieler hatte nach dem Tod seiner Frau nicht wieder geheiratet, Kinder aus der Ehe sind nicht bekannt. Wer den Nachlass antritt und was mit dem Haus geschieht, ist damit nicht abschließend geklärt.

In der Tiroler Gemeinde wird die Situation offen als Belastung diskutiert. Gegenüber der „Bild“ verwies ein Mitarbeiter der Gemeinde Erl auf die praktische Konsequenz für einen möglichen Verkauf: „Wer will ein Grundstück haben, wo zwei Urnen draufstehen?“ Auch Bürgermeister Georg Aichner-Hechenberger bestätigte dem Blatt, dass unklar sei, wer die Beerdigung organisiert.

Wer will ein Grundstück haben, wo zwei Urnen draufstehen?
- Gemeindemitarbeiter aus Erl, gegenüber „Bild“

Alternative Beisetzung auf dem Friedhof im Gespräch

Als Ausweg wird in Erl offenbar eine Beisetzung auf dem Ortsfriedhof diskutiert. Die Gastronomin Gabriele Struth, die den Schauspieler aus dem Ort kannte, berichtete der „Bild“, der Pfarrer habe eine solche Beisetzung bereits „verkündet“. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es bislang nicht. Denkbar sei laut Bericht, dass in diesem Fall auch die Urne der 2014 verstorbenen Ehefrau umgebettet würde, damit beide gemeinsam an einem Ort ruhen.

Das Magazin „Bunte“ hatte bereits im Mai über diese Variante spekuliert, wie das Portal Promiflash damals berichtete. Nach dessen Angaben war eine private Bestattung auf dem Erler Grundstück grundsätzlich möglich, allerdings gebunden an die Frage, wer sich langfristig um Grab und Anwesen kümmert. Ein Testament, das diese Punkte regeln könnte, wurde bislang nicht öffentlich gemacht.

Für Fans der Fernsehreihen bleibt der öffentliche Abschied damit vorerst offen. Die achte und letzte Folge „München Mord“ mit Held, in der er ein weiteres Mal an der Seite von Bernadette Heerwagen und Marcus Mittermeier ermittelt, hat das ZDF für den kommenden Herbst angekündigt.