Borussia Dortmund hat am 2. Spieltag der Bundesliga einen 0:2-Rückstand bei der TSG Hoffenheim gedreht und in der SNP Arena mit 3:2 gewonnen. Serhou Guirassy und Fábio Silva glichen binnen fünf Minuten aus, in der 86. Minute lenkte Albian Hajdari eine Aktion von Ethan Nwaneri zum Siegtor ins eigene Netz. Dortmund hat nach zwei Spielen sechs Punkte, Hoffenheim steht bei null.

Vor der Pause hatte fast alles für die Gastgeber gesprochen. Leon Avdullahu traf in der 45. Minute aus der Distanz zum 1:0, Tim Lemperle erhöhte in der 54. nach Flanke von Adam Daghim. Die Kraichgauer unter dem neuen Trainer Christian Ilzer spielten das aggressive Pressing, das der Österreicher zum Markenzeichen erhoben hat, wie aus dem Lehrbuch.

Dann kam Guirassy. Der Angreifer lupfte in der 61. Minute die Kugel über Torhüter Luca Philipp, vier Minuten später versenkte Silva den Ball ins lange Eck. Trainer Niko Kovac hatte in der Vorwoche gesagt, sein Team müsse ins Rollen kommen, wie er auf der BVB-Pressekonferenz erklärte: „Der Start in eine Saison ist immer sehr wichtig, man muss ins Rollen kommen.“ In Sinsheim schien der Ball dann tatsächlich Fahrt aufzunehmen.

Der Start in eine Saison ist immer sehr wichtig, man muss ins Rollen kommen.
- Niko Kovac, BVB-Pressekonferenz vor dem Spiel

Nwaneri sorgt für die Wende

Sechs Minuten vor Schluss zog der 18-jährige Nwaneri, im Sommer von Arsenal geholt und in der 32. Minute für den verletzten Filippo Mané eingewechselt, im Strafraum an Hajdari vorbei. Der Innenverteidiger versuchte zu klären, bekam den Ball aber unglücklich mit dem Fuß und beförderte ihn selbst ins Tor. Es war die entscheidende Szene eines Spiels, in dem die TSG bis zur Pause den besseren Fußball gespielt hatte.

Für Hoffenheim ist der Fehlstart komplett: Nach dem 0:1 zum Auftakt beim Aufsteiger folgt nun die Heimniederlage. Kovac dagegen hat nach zwei Spielen die maximale Ausbeute geholt. Am nächsten Wochenende empfängt Dortmund den 1. FC Union Berlin, die TSG reist zum SC Freiburg.