Fünf Monate nach dem Tod seiner Serientochter Luna Jordan hat sich Jürgen Vogel am Montag auf Facebook erstmals öffentlich geäußert. In einem Video erklärte der 58-Jährige, warum er so lange geschwiegen hat, und sprach stellvertretend für das Team der ZDF-Krimiserie „Jenseits der Spree“. „Ich finde, dass viele Dinge auch privat sind und etwas, was nicht so einfach ist, darüber zu sprechen“, sagt Vogel im Clip, den unter anderem t-online und TV Movie zitieren.
Jordan war am 13. Mai im Alter von 25 Jahren überraschend gestorben, wie wir damals berichteten. Seit dem Serienstart 2021 spielte sie Stella, die Tochter von Vogels Figur Robert Heffler; sechs Jahre lang standen die beiden gemeinsam vor der Kamera. Vogel beschrieb den Verlust als „riesen Einschnitt“ und richtete sich an die Zuschauer: „Ich wollte aber auch nicht, dass der Eindruck entsteht, dass wir das alles so aus unserem Herzen und unserem Leben streichen.“
Wir vermissen natürlich alle Luna ganz doll. Von Herzen.
Die Veröffentlichung fällt mit dem Staffelstart zusammen. Am 16. Oktober zeigte das ZDF die Auftaktfolge „Kontrollverlust“ der sechsten Staffel; die Episode begann mit einer Widmungstafel „In liebevoller Erinnerung an Luna Jordan“. Drehbuchautor Etienne Heimann schickt Stella im Skript auf eine Südamerika-Reise, statt die Rolle neu zu besetzen. Das ZDF beschrieb den Abgang gegenüber t-online als „leisen Abschied, der Mut macht und den Blick auf das richtet, was bleiben soll“.
Die siebte Staffel der Reihe ist nach Angaben der Produktion bereits in Vorbereitung. Parallel steht Jordans zweite posthume Veröffentlichung an: Die Serie „Wake Up“, in der sie die Hauptrolle Emilia verkörpert, läuft ab dem 23. Oktober in der ZDF-Mediathek, ab dem 28. Oktober dann wöchentlich auf ZDFneo. Die Produktion war im Juni beim Filmfest München mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis ausgezeichnet worden; die Jury hatte nach eigener Darstellung erst nach ihrer Entscheidung vom Tod der Hauptdarstellerin erfahren.