Der 1. FC Köln hat das Topspiel des dritten Bundesliga-Spieltags gegen Werder Bremen nicht gewinnen können. Am Samstagabend trennten sich beide Mannschaften im Rheinenergiestadion 1:1. Linton Maina traf in der 11. Minute für die Kölner, Niclas Füllkrug glich in der 69. Minute per Kopf aus. Damit steht Werder nach drei Spieltagen bei vier Punkten, Köln bei ebenfalls vier.

Für die Kölner begann der Abend zunächst hektisch. Werders Verteidiger Olivier Deman berührte den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand, Schiedsrichter zeigte auf den Punkt - doch Thijs Dallinga scheiterte in der 8. Minute vom Elfmeterpunkt an Karl Hein. Der estnische Torhüter der Bremer parierte flach zur linken Ecke. Drei Minuten später ließ sich Maina die zweite Chance nicht nehmen und schob zur Führung ein. „Wir haben den Bremern zu viel Ballbesitz überlassen“, sagte Kölns Cheftrainer René Wagner nach dem Spiel gegenüber der Sportschau.

Nach der Pause kippte die Partie. Bremen kam druckvoller aus der Kabine, Eren Dinkci köpfte in der 58. Minute an die Latte, ehe Füllkrug nach einer Ecke von Karim Coulibaly und einer Kopfballablage von Amos Pieper aus kurzer Distanz vollstreckte. Es war der zweite Saisontreffer des Nationalspielers, der im Sommer aus West Ham nach Bremen zurückgekehrt war. Werder-Trainer Daniel Thioune sprach von einem „verdienten Punktgewinn“, so berichtete es die Deichstube am späten Abend.

Wir müssen anerkennen, dass unsere Defensivstandards zu schwach waren. Ein Punkt ist verdient.
- Tom Krauß, 1. FC Köln, gegenüber Sportschau

Weiser feiert Comeback nach 14 Monaten

Die emotionalste Szene des Abends kam in der 83. Minute. Mitchell Weiser, seit über 14 Monaten wegen einer schweren Knieverletzung außer Gefecht, betrat für den erschöpften Youri Regeer den Rasen. Der 32-Jährige, im Sommer 2024 zuletzt zum Einsatz gekommen, hatte in der Vorbereitung mehrfach zurückgeworfen werden müssen. Die Bremer Auswärtsfans skandierten seinen Namen, als er auf dem Feld auftauchte. Auch Karl Hein hielt seine Elf in der Schlussphase mit einer Parade gegen Marius Bülter aus der Distanz im Spiel.

Für Wagner, der Ende März als Interimscoach angetreten war und im Sommer einen Vertrag bis 2028 unterschrieb, war es die erste Bundesliga-Punkteteilung im heimischen Stadion. Der 45-Jährige hatte Köln vergangene Saison in der zweiten Liga zum Aufstieg geführt. Am kommenden Samstag reist der 1. FC Köln zum Hamburger SV, Werder empfängt zeitgleich den FC Augsburg.