Eine Bombendrohung hat am Sonntagmorgen den grenzüberschreitenden 24-Stunden-Flohmarkt zwischen Konstanz und Kreuzlingen unterbrochen. Polizei Konstanz und Kantonspolizei Thurgau räumten in den frühen Morgenstunden das Festgelände Klein Venedig und Teile der Hafenstraße. Auch der Konstanzer Bahnhof wurde gesperrt, der Schienenverkehr nach Kreuzlingen unterbrochen, wie das Polizeipräsidium Konstanz mitteilte.

Bei der anschließenden Durchsuchung stießen Beamte auf einen verdächtigen Gegenstand. „Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitiger Lagebeurteilung nicht“, sagte eine Polizeisprecherin der Heilbronner Stimme. Spezialkräfte untersuchten das Objekt. Die Behörden riefen die Öffentlichkeit auf, das Festgelände Klein Venedig und die Hafenstraße zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen.

Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitiger Lagebeurteilung nicht.
- Polizei Konstanz, zit. n. Heilbronner Stimme

Der grenzüberschreitende Flohmarkt zieht jedes Jahr Besucher aus Deutschland und der Schweiz nach Konstanz und Kreuzlingen. Auf Schweizer Seite koordinierte die Kantonspolizei Thurgau einen Großeinsatz im Hafenareal in enger Abstimmung mit den deutschen Behörden. Die SBB sprachen laut SRF von einer Streckenunterbrechung wegen eines „Ereignisses in Deutschland“ und stellten den Verkehr zwischen Kreuzlingen und Konstanz vorübergehend ein.

Schienenersatzverkehr eingerichtet

Wegen der Bahnhofssperrung wurde nach Angaben des Polizeipräsidiums Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auch der reguläre Stadtbusverkehr wurde umgeleitet. Wann der Betrieb am Konstanzer Bahnhof wieder anläuft, blieb am Vormittag offen.

Wer die Drohung ausgesprochen hat und auf welchem Weg sie bei den Behörden einging, teilte die Polizei am Vormittag nicht mit. Eine Sprecherin verwies darauf, dass die Ermittlungen liefen und man zunächst keine weiteren Details bekanntgeben werde. Auch zum Inhalt der Drohung machten die Beamten keine Angaben. Wann der Flohmarkt seinen Betrieb wieder aufnehmen kann, war am Vormittag offen - die übrigen Bereiche der grenzüberschreitenden Veranstaltung liefen nach Polizeiangaben regulär weiter.