Die deutsche Schauspielerin Luna Jordan ist tot. Ihre Berliner Agentur Players gab den Tod am Montag bekannt und berief sich dabei auf die Familie. Jordan sei bereits am Mittwoch „plötzlich und unerwartet“ gestorben, hieß es. Sie wurde 25 Jahre alt. Angaben zur Todesursache machten Agentur und Angehörige nicht. Die Nachricht verbreitete sich am Wochenbeginn rasch über die Kulturredaktionen und ließ die Aufrufzahlen ihres Wikipedia-Eintrags sprunghaft steigen.
Jordan wurde im November 2000 in Berlin geboren, als Tochter des Musicaldarstellers Frank Jordan und der österreichischen Schauspielerin Bettina Ratschew. Schon als Jugendliche stand sie regelmäßig vor der Kamera, unter anderem 2017 in einer Folge des „Bergdoktor“ und 2018 in einem ZDF-Krimi, in dem sie die Hauptrolle spielte. 2019 wurde sie in das Jugendensemble des Deutschen Theaters Berlin aufgenommen.
Überregional bekannt wurde Jordan mit dem Spielfilm „Fuchs im Bau“, für den sie 2022 den Österreichischen Filmpreis als beste weibliche Nebenrolle erhielt. In ihrer Dankesrede sprach sie öffentlich über sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch im Theater- und Filmbetrieb. In der NDR-Dokumentation „Kinderschauspieler - Der Preis des Erfolgs“ schilderte sie später, wie belastend frühe Rollen für junge Darstellerinnen und Darsteller sein können.
Zuletzt war Jordan in Serienproduktionen wie „Polizeiruf“ und „Jenseits der Spree“ an der Seite von Jürgen Vogel sowie in „Run Me Wild“ und „Euphorie“ zu sehen. Für die in Produktion befindliche Serie „Hamburg Days“, die von den frühen Jahren der Beatles erzählt, war sie als Fotografin und Künstlerin Astrid Kirchherr besetzt - eine Rolle, die sie nun nicht mehr wird spielen können.
Wie die Berliner Zeitung und ZDFheute übereinstimmend berichten, äußerte sich die Familie über die Agentur hinaus nicht öffentlich. Reaktionen aus der Branche blieben am Montag zunächst zurückhaltend - eine Schauspielerin, die mit 25 Jahren bereits einen nationalen Filmpreis gewonnen hatte und deren Karriere noch am Anfang stand.