Der US-amerikanische Schauspieler Michael Wright ist tot. Wright starb am 19. August in Los Angeles im Alter von 70 Jahren, wie seine Ehefrau Susan Wright auf Instagram mitteilte. Als Todesursache nennen übereinstimmend Variety, t-online und WEB.DE Herzversagen sowie Komplikationen des Marchiafava-Bignami-Syndroms, einer seltenen degenerativen Erkrankung des Nervensystems.
Bekannt wurde Wright in den 1990er-Jahren durch seine Rolle als Sänger Eddie King Jr. in Robert Townsends Musikdrama „The Five Heartbeats“ (1991). Der Film über eine fiktive Soul-Gruppe der 1960er gilt in den USA als Kultstück afroamerikanischer Popkultur; Wrights Darstellung eines suchtkranken Frontmanns brachte ihm die bislang größte Publikumsaufmerksamkeit ein. Zuvor hatte er 1979 an der Seite von Ken Wahl in Philip Kaufmans Bandenepos „The Wanderers - Terror in der Bronx“ debütiert.
Michael, deine Arbeit wird für immer weiterleben, aber deine Liebe wird noch länger in den Herzen derer bleiben, die dich am besten kannten.
Weitere Kinorollen folgten 1994 in Leon Ichasos Actionthriller „Sugar Hill“ neben Wesley Snipes und 2005 in Sydney Pollacks „Die Dolmetscherin“ mit Nicole Kidman. Fernsehzuschauer erinnern sich zudem an Wrights Auftritt als Widerstandskämpfer Elias Taylor in der Science-Fiction-Miniserie „V - Die außerirdischen Besucher kommen“ sowie an drei Staffeln als drogensüchtiger Häftling Omar White in der HBO-Gefängnisserie „Oz“.
„Fünffacher Vater und außergewöhnlicher Künstler“
Wright wurde am 30. April 1956 in New York City geboren und begann seine Karriere Ende der 1970er-Jahre. Zuletzt trat er 2025 vor die Kamera, wie die deutschsprachige Wikipedia auflistet. Seine Frau Susan würdigte ihn in der Todesnachricht als „fünffachen Vater, Großvater sowie einen geliebten Menschen, Freund und außergewöhnlichen Künstler“. Die Familie befinde sich, so Wright weiter gegenüber Variety, „in tiefer Trauer über einen unermesslichen und zutiefst persönlichen Verlust“.