Hello Games hat am Dienstag das Cosmos-Update für sein Weltraumspiel No Man's Sky ausgerollt. Version 7.0 landete am 9. September auf allen unterstützten Plattformen - von PC und PlayStation 5 bis Nintendo Switch und PSVR -, wie das Studio auf dem offiziellen PlayStation Blog und auf nomanssky.com ankündigte. Der Termin fällt bewusst in das zehnjährige Jubiläum des 2016 gestarteten Spiels.
„Der Weltraum ist ein riesiger Teil von No Man's Sky, aber der Weltraum selbst blieb in all unseren zehn Update-Jahren weitgehend unverändert“, schreibt Hello-Games-Gründer Sean Murray im PlayStation Blog. Genau dort setzt Cosmos an. Zwischen den rund 18 Trillionen prozedural erzeugten Planeten sollen Asteroidengürtel, treibende Wracks, kleine Handelsposten und biologisch verseuchte Anlagen dafür sorgen, dass sich der Raum zwischen den Sternen nicht mehr wie ein leerer Übergang anfühlt.
Zu den grösseren neuen Systemen zählen frei platzierbare Orbitalbasen, die Spieler an beliebiger Stelle im All errichten können, sowie die Möglichkeit, komplette Raumstationen zu kaufen und als Betreiber umzugestalten. Ergänzt wird das durch Allianzen: Spielergemeinschaften können sich zu Verbünden zusammenschliessen und in einer neuen Bestenliste um Territorium konkurrieren, wie Eurogamer.de aus dem Update-Guide berichtet.
Der Weltraum ist ein riesiger Teil von No Man's Sky, aber der Weltraum selbst blieb in all unseren zehn Update-Jahren weitgehend unverändert.
Parallel startet mit „Our Journey Continues“ eine Jubiläums-Expedition, die 40 Meilensteine aus der Update-Historie des Spiels durchläuft und Spieler mit gerahmter Artwork als Sammelobjekt belohnt. Technisch ergänzt Cosmos eine interaktive Sternenkarte, mit der sich Ziele im aktuellen System planen lassen, sowie einen physikbasierten Bergungshaken für Wrackteile. Wer den zentralen Stern eines Systems ansteuert, kann seit dem Update tatsächlich in ihn hineinfliegen - eine Option, die zuvor durch harte Grenzen versperrt war.
Vom Fehlstart zum Vorzeigefall für Post-Launch-Support
No Man's Sky war im August 2016 mit erheblichen Kontroversen gestartet. Käufer warfen Hello Games vor, vor Verkaufsstart Features versprochen zu haben, die im fertigen Spiel fehlten. In den Folgejahren lieferte das Studio um Murray jedoch mehr als 40 kostenlose Erweiterungen nach - vom Voyager-Update mit DLSS-4-Unterstützung im Sommer 2025 bis zum Swarm-Update mit grossflächigen Raumschlachten im Mai 2026. Cosmos ist die siebte Hauptversion.
Wie ComputerBase in seiner Bilanz zum Jubiläum schrieb, gilt No Man's Sky heute als Vorzeigebeispiel für langfristige Post-Launch-Betreuung. Spieler haben nach Angaben des Studios bislang weniger als ein Prozent aller Planeten besucht - eine Zahl, die den Massstab des Spiels illustriert. Parallel zur Cosmos-Veröffentlichung arbeitet Hello Games nach eigenen Angaben weiter am nächsten eigenen Titel Light No Fire und unterstützt das Indie-Projekt Stage Fright.
Für Spieler, die vor dem Cosmos-Update pausiert hatten, dürfte die Jubiläums-Expedition der geplante Wiedereinstieg sein. Kostenlos verfügbar ist das 7.0-Patch seit dem 9. September - inklusive PSVR und Xbox Game Pass.