Norwegen hat sein erstes K.-o.-Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen. Im Sechzehntelfinale von Arlington setzte sich das Team von Trainer Ståle Solbakken am Dienstagabend Ortszeit mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste durch, Erling Haaland traf in der 86. Minute zum Siegtor. Im Achtelfinale wartet am Sonntag in East Rutherford Brasilien, das zuvor Japan mit 2:1 geschlagen hatte.

Antonio Nusa vom RB Leipzig hatte die Partie im AT&T Stadium in der 39. Minute mit einem Schlenzer in die weite Ecke eröffnet. Der Leipziger Nationalspieler ist laut Sportschau der jüngste norwegische WM-Torschütze aller Zeiten. Amad Diallo glich in der 74. Minute nach einem Dribbling durch die norwegische Kette aus, ehe Patrick Berg im Strafraum quer auf Haaland ablegte - der Manchester-City-Stürmer drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. „Es war vielleicht eines seiner leichtesten Tore“, notierte der Tagesspiegel.

Es ist verrückt, es ist großartig. Ich glaube, das wird Norwegen für immer verändern.
- Erling Haaland, gegenüber nachrichten.at nach dem Sieg

Für Norwegen ist es die erste WM-Endrundenteilnahme seit 1998 und zugleich der erste K.-o.-Sieg der Verbandsgeschichte. Haaland traf zum fünften Mal bei diesem Turnier und steht laut Sportschau nun bei 60 Länderspieltoren in 53 Einsätzen für die Skandinavier. In seinen vergangenen 13 A-Länderspielen für Norwegen hat der 25-Jährige 25 Mal getroffen. Beim 0:1 gegen Frankreich in der Gruppenphase hatte Solbakken den Torjäger geschont, wie Goal.com berichtete.

Sonntag gegen Brasilien in East Rutherford

Im Achtelfinale trifft Norwegen am Sonntag um 22 Uhr MESZ im MetLife Stadium auf Brasilien. Es ist das erste WM-Duell zwischen beiden Nationen seit dem 2:1-Gruppensieg der Skandinavier 1998 in Marseille. Damals scheiterte Norwegen im Achtelfinale an Italien, seither hatten sich die Norweger für keine Endrunde mehr qualifiziert. Die Seleção von Trainer Dorival Júnior gilt bei den Buchmachern klar als Favorit, wie unter anderem der Kicker in seiner Vorschau schreibt.

Für die Elfenbeinküste, die als bester Gruppendritter in die K.-o.-Runde gerutscht war, endet damit die erste Endrundenteilnahme seit 2014 im Sechzehntelfinale. In der 78. Minute prüfte Schiedsrichter Jesús Valenzuela nach einem Kontakt zwischen Andreas Schjelderup und Nicolas Pépé einen möglichen Handelfmeter, entschied nach VAR-Rückfrage aber gegen die Elefanten. Yoane Wissa hatte Ivorer Hoffnungen kurz vor der Pause auf den Pfosten gesetzt.