Wie am Sonntag berichtet, hat Christopher Nolans „Die Odyssee“ das Startwochenende weltweit mit rund 264 Millionen Dollar abgeschlossen. Zwei Tage später liegen auch die konsolidierten deutschen Zahlen vor: laut The-Spot-Analyse verkaufte die Homer-Adaption zwischen Donnerstag und Sonntag rund 530.000 Karten im Land und spielte 8,1 Millionen Dollar ein. Damit belegt der Film Platz eins der deutschen Kinocharts vor der Disney-Realverfilmung „Vaiana“, die in ihrer zweiten Woche 26.000 Karten und 265.000 Euro Umsatz verbuchte.
In der Jahresbilanz reicht das für den zweitbesten Kinostart 2026 in Deutschland - nur „Der Super Mario Galaxy Film“ verkaufte in einem Eröffnungswochenende mehr Tickets. Zum Vergleich mit Nolans jüngerem Werk: „Oppenheimer“ spielte 2023 in Deutschland zum Start rund 6,65 Millionen Dollar ein, „Die Odyssee“ liegt also mit 8,05 Millionen etwa 1,4 Millionen darüber. Der Filmjournalist verweist zudem auf einen neuen Öffnungsrekord für die deutschen IMAX-Häuser.
Fünftgrößter Auslandsmarkt hinter Australien
Im internationalen Vergleich rangiert Deutschland als fünftgrößter Markt außerhalb Nordamerikas. Großbritannien führt die Auslandsliste mit 17,4 Millionen Dollar an, gefolgt von Frankreich (13,7), Italien (11,5) und Australien (9,3). Weltweit spielten IMAX-Säle am Startwochenende 51,8 Millionen Dollar ein - ein Rekordwert für das Großbildformat. Universal Pictures hatte in Nordamerika ursprünglich mit 85 bis 100 Millionen Dollar zum Auftakt gerechnet; nach starken Vorpremieren hob der Verleih die Prognose auf etwa 117 Millionen an. Am Ende standen 124,5 Millionen Dollar auf dem Zettel, weltweit übertraf der Film die interne Erwartung von 200 Millionen um rund 64 Millionen.
Bester Kinomontag des Jahres in Nordamerika
Auch der erste Wochentag nach dem Start liefert einen Datenpunkt für die Verleihstrategie. „Die Odyssee“ spielte am Montag, 20. Juli, in den USA und Kanada 17,5 Millionen Dollar ein und schlägt damit „Toy Story 5“, der am 22. Juni mit 17,3 Millionen den bisherigen Rekord für den besten Kinomontag des Jahres 2026 hielt. Der Rückgang gegenüber dem Sonntagswert von 30,8 Millionen Dollar liegt bei 43 Prozent, was Der Filmjournalist als „bemerkenswert stabil“ für den Sonntag-Montag-Übergang einordnet. Über die Hälfte des nordamerikanischen Startumsatzes stammte aus IMAX- und Premium-Formaten.
Für Universal ist die zweite Woche der eigentliche Test. Mit 172 Minuten Laufzeit, R-Rating in den USA und einer Netto-Produktionsbudget-Angabe von 250 Millionen Dollar bringt das Projekt Kennzahlen mit, die normalerweise gegen einen langen Kinoeinsatz sprechen. Der Konkurrenzdruck ist vorerst überschaubar: „Vaiana“ verlor am zweiten deutschen Wochenende bereits rund 50 Prozent seines Publikums. Um in die Gewinnzone zu kommen, benötigt der Film weltweit etwa 625 Millionen Dollar - nach vier Tagen liegt er bei knapp der Hälfte.