Christopher Nolans „Die Odyssee“ hat gut drei Wochen nach dem US-Kinostart die weltweite Milliarden-Grenze überschritten. Wie das Portal Moviepilot am Freitag unter Berufung auf aktuelle Kinozahlen berichtete, ist die Homer-Adaption damit erst der fünfte Film des Kinojahrs 2026, der die Marke von einer Milliarde US-Dollar an den weltweiten Kassen knackt - und das noch vor dem regulären Kinostart in China, der für den 14. August terminiert ist.
Universal Pictures hatte das Homer-Epos am 16. Juli in Deutschland und am 17. Juli in Nordamerika in die Kinos gebracht. Mit einem globalen Startwochenende von 264,1 Millionen Dollar lieferte der Film Nolans bislang stärksten Kinostart, wie Deadline berichtete. In der zweiten Woche verlor „Die Odyssee“ in den USA nur 30 Prozent und übertraf mit 87 Millionen Dollar sogar das zweite Wochenende von „The Dark Knight“. Wie wir vor einer Woche berichteten, holte der Film am dritten Nordamerika-Wochenende rund 51 Millionen Dollar - Nolans bislang bestes drittes Wochenende - und lag weltweit bei knapp 728 Millionen Dollar. Innerhalb von fünf Tagen kamen die restlichen rund 300 Millionen zusammen. Das Produktionsbudget wird auf rund 250 Millionen Dollar beziffert und ist damit das teuerste Projekt in Nolans Karriere.
Kurs auf den Karriere-Rekord
Auf der Nolan-eigenen Bestenliste rangiert „Die Odyssee“ nun unmittelbar hinter „The Dark Knight Rises“ (2012, weltweit 1,085 Milliarden Dollar). Wie Moviepilot vorrechnet, fehlen nur noch wenige Millionen, um den 14 Jahre alten Rekord des Regisseurs einzustellen. Der reguläre China-Start am 14. August dürfte den Ausschlag geben: Nolan-Filme laufen in der Volksrepublik traditionell überdurchschnittlich - für „The Odyssey“ bereitet der Verleih laut Filmstarts rund 800 IMAX-Säle im Land vor.
Auch das Studio profitiert: Universal Pictures hat am 4. August als erstes Hollywood-Studio 2026 die Marke von vier Milliarden Dollar Einspielergebnis an den weltweiten Kinokassen überschritten, wie Filmstarts unter Berufung auf Deadline meldete. Neben „Die Odyssee“ trugen dazu vor allem „Der Super Mario Galaxy Film“, die Michael-Jackson-Biografie „Michael“ sowie „Minions & Monster“ bei.
Spider-Man dominiert die US-Charts
In den heimischen US-Charts hat Nolans Film die Spitzenposition inzwischen abgeben müssen. Sony/Marvels „Spider-Man: Brand New Day“ mit Tom Holland startete am ersten August-Wochenende mit 360 Millionen Dollar in Nordamerika und wurde damit zum stärksten Startwochenende der US-Kinogeschichte - noch vor „Avengers: Endgame“ (357,1 Millionen, 2019). Weltweit spielte der Marvel-Film 927 Millionen Dollar ein, laut Deadline die zweitbeste globale Startwoche aller Zeiten hinter „Endgame“ (1,22 Milliarden). Gemeinsam mit „Die Odyssee“ bescherte er dem Kinojahr laut Variety mit rund 430 Millionen Dollar allein in Nordamerika das umsatzstärkste Wochenende aller Zeiten.
Für das vierte Nordamerika-Wochenende vom 7. bis 9. August rechnet die Branchenseite Gold Derby mit „Spider-Man“ weiter an der Spitze und mit „Die Odyssee“ auf Rang zwei bei 30 bis 45 Millionen Dollar. In der internationalen Betrachtung ist der Nolan-Film aber der eigentliche Langstreckenläufer der Saison: Vor dem China-Start hat er Universal bereits das erfolgreichste Studio-Jahr der bisherigen Kinosaison beschert - und Nolan selbst den Weg zu seinem persönlichen Kassen-Rekord geebnet.