Die US-Antidrogenbehörde DEA hat sich in die Ermittlungen zum Tod von Hayden Panettiere eingeschaltet. Das berichten die „New York Times“ und ABC News unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Wie wir am 19. August berichteten, hatte die Gerichtsmedizin von Greenville County die Autopsie zunächst ohne klares Ergebnis abgeschlossen; toxikologische Analysen können bis zu acht Wochen dauern.

Die 36-jährige Schauspielerin war am 16. August in einer Wohnung in Greenville, South Carolina, tot aufgefunden worden. Nach Angaben des Polizeiberichts, der am Dienstag veröffentlicht wurde, alarmierte ihr früherer Partner Brian Hickerson die Rettungskräfte wegen einer „nicht ansprechbaren Frau“; Sanitäter unternahmen dem Bericht zufolge „umfangreiche Reanimationsversuche“. Erste Ermittlungen der Polizei hätten „keine Hinweise auf ein Verbrechen oder verdächtige Umstände“ ergeben, zitiert der „Tagesspiegel“ aus dem Dokument.

Warum die DEA eingebunden wurde, ist bislang nicht offiziell erklärt. Die Bundesbehörde führt vor allem Verfahren gegen den illegalen Handel mit kontrollierten Substanzen, unterstützt lokale Behörden aber auch in Einzelfällen. Zuletzt war das beim Tod des „Friends“-Stars Matthew Perry der Fall: Perry starb im Oktober 2023 an einer Ketamin-Überdosis, die DEA-Ermittlungen führten zu Anklagen gegen fünf Personen, darunter Perrys Assistenten und einen behandelnden Arzt.

Die DEA ist eine Bundesbehörde, die unter anderem gegen den illegalen Handel mit kontrollierten Substanzen ermittelt.
- WEB.DE, 20. August 2026

Narcan-Injektor am Fundort

Am Fundort wurde nach Angaben mehrerer US-Medien ein Gerät zur Verabreichung von Narcan sichergestellt - ein Mittel, das eine Opioid-Überdosis rückgängig machen kann. Hickerson, der zum Zeitpunkt des Todes in der Wohnung anwesend war, übergab den Ermittlern zudem eine Tüte mit Medikamenten, die Panettiere zuletzt eingenommen habe. Die genauen Wirkstoffe wurden im Polizeibericht geschwärzt. Nach Angaben der Neuen Westfälischen war auch Hickersons Bruder Zach vor Ort.

Panettiere hatte in Interviews und in ihrer 2025 erschienenen Autobiografie offen über eine langjährige Suchtgeschichte gesprochen: postpartale Depression, Alkoholabhängigkeit und chronische Schmerzen. 2021 hatte sie sich für acht Monate in eine Reha-Einrichtung begeben. Die offizielle Todesursache bleibt bis zum Vorliegen der Toxikologie offen.

Panettiere und der frühere Box-Weltmeister Wladimir Klitschko haben eine gemeinsame Tochter, Kaya. Klitschko hatte sich am Tag nach dem Tod auf Instagram geäußert. Ein Sprecher Panettieres teilte gegenüber ABC News mit, man werde die laufenden Ermittlungen nicht kommentieren, hoffe aber, „dass Gerechtigkeit geschieht“.