Der neue Passau-Krimi hat am Donnerstagabend die 20-Uhr-Primetime für sich entschieden. 5,3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die zehnte Folge „Verlorene Seelen. Ein Krimi aus Passau“ im Ersten, wie der Bayerische Rundfunk am Freitag mitteilte. Das entspricht 26,5 Prozent Marktanteil - Tagessieg in der Zielgruppe.

Der Fall führt das Ermittlerduo Frederike Bader (Marie Leuenberger) und den österreichischen Privatdetektiv Ferdinand Zankl (Michael Ostrowski) an den Industriehafen der niederbayerischen Dreiflüssestadt. Auf dem Ausflugsschiff „Queen Danubia“ häufen sich nächtliche Einbrüche, die Schiffsglocke verschwindet, Zankl übernimmt die Überwachung. Nach einem Sturz auf den Kopf glaubt er, in der Donau eine Wasserleiche zu sehen - doch als die Polizei kommt, ist der Körper weg. Erst als der Wiener Kapitän Hans Lindegger (Martin Weinek) von einem benachbarten Frachter verschwindet, nimmt Kriminalhauptkommissarin Hermine Grill (Xenia Tiling) die Sache ernst.

Regie führte Daniel Rübesam nach einem Drehbuch von Michael Vershinin. Das Filmportal tittelbach.tv nannte die Folge einen „soliden Krimi, dicht und phasenweise düster, der Passau bildlich reizvoll einfängt“. Gelobt wurde vor allem das Zusammenspiel des Hauptduos - Ostrowski spiele Zankl mit „feinem Schmäh, ein bisschen verschroben, ein bisschen schräg“, Leuenberger halte als Bader souverän dagegen. Auch Simon Morzé als Neffe Lenny und Michael Roll als älterer Fischer Thade Gutsmiedel bekommen tragende Nebenrollen.

Zwei weitere Filme werden bereits gedreht

Die Reihe läuft seit 2020 im Ersten und gehört inzwischen zu den zuverlässigsten Quotenbringern der BR/ARD-Degeto-Fiktion. Bereits am kommenden Mittwoch, den 17. September, folgt mit „Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau“ die elfte Folge zur gleichen Sendezeit. Für 2027 stehen laut BR zwei weitere Fälle in der Pipeline: „Mit wehenden Fahnen“ und „Am Pranger“ werden vom 5. Oktober bis 4. Dezember 2026 in Passau und München gedreht, Regie führt Franziska Schlotterer, das Drehbuch liefert erneut Vershinin.

Der aktuelle Fall ist bis September 2027 in der ARD-Mediathek abrufbar. Die Kritikerinnen und Kritiker von film-rezensionen.de attestieren dem Film ein gelungenes Wechselspiel „zwischen dunklen und humorvollen Passagen“, monieren aber, der eigentliche Kriminalfall wirke „ziemlich beliebig“. Die Zuschauerzahlen sprechen dennoch eine deutliche Sprache: Seit dem Serienstart hat kaum eine Folge unter fünf Millionen gelegen.