Der Schlager- und Jazzsänger Peter Petrel ist tot. Er starb am Freitag, dem 18. September, im Alter von 86 Jahren in seiner Wahlheimat Koblenz, umgeben von seiner Familie. Das bestätigte seine Ehefrau Tina der Bild-Zeitung.
„Peter schlief ganz friedlich ein. Vorher konnte er sich noch von seinem Sohn telefonisch verabschieden“, sagte Tina Petrel dem Blatt. Der Abschied sei „ganz harmonisch“ verlaufen, ihr Mann habe „keine Schmerzen“ gehabt. Petrel war 2015 nach der Verleihung eines Preises für sein Lebenswerk in eine sechswöchige Klinikbehandlung wegen eines Schlaganfalls gegangen, kehrte danach aber noch einmal auf die Bühne zurück.
Peter schlief ganz friedlich ein. Vorher konnte er sich noch von seinem Sohn telefonisch verabschieden.
Vom Jazzsänger zum Schlagerstar
Petrel wurde am 14. April 1940 als Peter Sauer im thüringischen Bad Frankenhausen geboren. Seine musikalische Laufbahn begann Ende der 1950er Jahre mit Skiffle und Jazz. 1968 erhielt er als Jazzsänger das Goldene Mikrofon und veröffentlichte seine erste Single. Der kommerzielle Durchbruch folgte 1972: Gemeinsam mit Jeannie McKinlay bildete er das Duo Windows, die deutschsprachige Version von „How Do You Do?“ stand acht Wochen lang auf Platz eins der deutschen Charts. Zwei Jahre später folgte mit „Hamburger Deern“ ein weiterer Hit, den er in der Hamburger Rentnerband ins Deutsche übertrug.
Neben dem Schlager blieb Petrel dem Jazz zeitlebens treu. 1981 erhielt sein Dixieland-Album „Happy Music Every Day“ den Preis der deutschen Schallplattenkritik, im Jahr 2000 wurde er zum Ehrenbürger von New Orleans ernannt, und ab 2006 fungierte er als Vizepräsident der Old Jazz Union Deutschland. Tourneen führten ihn durch Europa, Nordamerika und Asien. Zuletzt war er 2021 in Andy Borgs „Schlager-Spaß“ im deutschen Fernsehen zu sehen.