Der US-Schauspieler RJ Mitte, einem Millionenpublikum als Walter White Jr. aus „Breaking Bad“ bekannt, ist tot. Mitte starb am Montag in Brownsville im Süden von Texas, wie sein Management am Dienstag mitteilte. Er wurde 34 Jahre alt.
„Mit tiefer Traurigkeit teilen wir mit, dass der beliebte Schauspieler, Philanthrop und leidenschaftliche Kämpfer für die Rechte von Menschen mit Behinderung, RJ Mitte, gestorben ist“, heißt es in der Erklärung seiner Agentur, die zuerst ZDFheute dokumentierte. Zur Todesursache äußerten sich die Angehörigen zunächst nicht. Das US-Portal TMZ und das Branchenblatt „Variety“ berichten unter Berufung auf einen Sprecher des Schauspielers, Mitte habe sich das Leben genommen; die zuständige Friedensrichterin Cyndi Hinojosa habe eine Autopsie angeordnet, berichtet „Deadline“.
Die Polizei von Brownsville wurde laut US-Medienberichten gegen 12.50 Uhr Ortszeit zu Mittes Wohnhaus gerufen. Offizielle Angaben zum genauen Ablauf gibt es bislang nicht.
Ich werde dich vermissen, Sohn.
Sein „Breaking Bad“-Serienvater Bryan Cranston reagierte auf Instagram sichtbar erschüttert. „Ich werde dich vermissen, Sohn“, schrieb Cranston, wie ZDFheute berichtet. Gegenüber dem US-Branchenmagazin „Deadline“ sagte Cranston, er sei „zutiefst erschüttert“ und frage sich nach der Nachricht nur eines: „Warum?“ Die beiden hätten erst kürzlich Nachrichten getauscht und ein gemeinsames Mittagessen geplant.
Zerebralparese und Aktivismus
Mitte, 1992 in Jackson, Mississippi, geboren, kam wie sein späterer Serien-Charakter mit einer Zerebralparese zur Welt, einer neurologisch bedingten Bewegungsstörung. Zwischen 2008 und 2013 verkörperte er in 56 Folgen von „Breaking Bad“ den älteren Sohn des Chemielehrers und Drogenköchs Walter White. Vince Gilligans Serie machte ihn weltbekannt - und Mitte zu einem der sichtbarsten Schauspieler mit Behinderung in Hollywood.
Er nutzte diese Rolle, um sich öffentlich für die Rechte behinderter Menschen einzusetzen, war Sprecher der Screen Actors Guild für Darsteller mit Behinderung und Botschafter der Organisation United Cerebral Palsy. Zuletzt stand er der Mitte Foundation vor. „Ich habe sehr hart dafür gearbeitet, damit ich eine Mobilität habe, wie ich sie jetzt habe“, sagte er einmal über seinen eigenen Weg, zitiert vom Schweizer Portal „20 Minuten“. „Aber bei vielen Menschen sehe ich, dass sie nicht die gleichen Möglichkeiten haben wie ich.“
Nach dem Ende von „Breaking Bad“ spielte Mitte in kleineren Produktionen wie „The Oak Room“ und „The Recall“ und zuletzt in dem Film „Talking to Strangers“, für den er noch im Herbst Promotionstermine wahrgenommen hatte. Mitte war seit Oktober 2025 mit seiner langjährigen Partnerin Kennedy Suarez verlobt. Der zweite Jahrestag der Verlobung lag laut „Deadline“ nur zwei Tage vor seinem Tod.