Nach zwei spielfreien Tagen hat die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch das Training für das zweite WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste wieder aufgenommen. Auf dem Rasen des Spry Soccer Stadium auf dem Campus der Wake Forest University in Winston-Salem standen nach Angaben der Sportschau alle 26 verfügbaren Feldspieler bereit. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nach dem 7:1 gegen Curaçao keine Personalsorgen.
Vor der Einheit warnte Abwehrchef Antonio Rüdiger vor dem Tempo der Ivorer. „Da stechen Spieler wie Yan Diomande, Nicolas Pepe oder Amad Diallo hervor. Das sind schon D-Züge“, sagte er gegenüber der Sportschau. Im Zweikampf seien die Westafrikaner stark, hinzu komme die Klimagewöhnung. Rüdiger forderte: „Wir müssen gewappnet sein und versuchen, Konter zu vermeiden, auch wenn man nicht alles vermeiden kann.“ Joshua Kimmich beschrieb gegenüber dem Sender Diomandes Stil als „außergewöhnlich“, die Start-Stopp-Dribblings erinnerten ihn „ein bisschen an Kingsley Coman“.
Da stechen Spieler wie Yan Diomande, Nicolas Pepe oder Amad Diallo hervor. Das sind schon D-Züge.
Die Partie in Toronto am Samstag um 22 Uhr MESZ entscheidet praktisch über den Einzug ins Achtelfinale: Bei einem Sieg wäre der DFB-Elf nach der Sportschau-Rechnung das Weiterkommen schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador sicher. Die Ivorer hatten ihr Auftaktspiel in Philadelphia gegen Ecuador 0:0 gespielt und stehen mit einem Punkt hinter Deutschland in Gruppe E.
Schlangen, Eichhörnchen, kein Maskottchen
Neben der sportlichen Vorbereitung sorgte am Dienstag eine andere Geschichte aus dem DFB-Quartier für Schlagzeilen. Kimmich berichtete laut einem dpa-Bericht, den news.de veröffentlichte, von einer giftigen Schlange auf dem Gelände des Hotels The Graylyn Estate. „Wir haben gestern eine Schlange gesehen. Aber da wurde uns gesagt, dass die giftig ist. Also bei einem Biss muss man mal ins Krankenhaus fahren“, sagte der Kapitän. Die Suche nach einem Tier-Maskottchen wie dem Kanarienvogel Ringo bei der Heim-EM 2024 gestaltet sich auf dem nordcarolinischen Anwesen schwierig. „Am Schluss wird es schwer, so ein Eichhörnchen einzusperren“, scherzte Kimmich über die zahlreichen Nagetiere auf dem Areal.
Ernster ist der Befund von Joachim Löw. Der Weltmeistertrainer von 2014 äußerte am Montag im Ticker von ran.de Zweifel an der Stabilität der Mannschaft und warnte vor Übermut nach dem hohen Auftaktsieg. Rüdiger hingegen hob im selben Ticker die Rolle der neuen Stammkräfte hervor. Über Jonathan Tah sagte er: „Der Schub, den er die letzten zwei, drei Jahre gemacht hat, hat bei mir sehr viel Respekt.“ Und über Eintracht-Frankfurts Nathaniel Brown urteilte der Abwehrchef knapp: „Auf dem Platz wird er zum Monster.“
Am Donnerstag und Freitag stehen in Winston-Salem zwei weitere Einheiten an, bevor das Team am Freitagnachmittag nach Toronto fliegt. Die Ankunft am BMO Field ist für Samstagvormittag geplant.