Aryna Sabalenka hat das erste Frauen-Match in der Nightsession der French Open seit drei Jahren für sich entschieden. Die Weltranglistenerste setzte sich am Montagabend im Achtelfinale 7:5, 6:3 gegen die zweimalige Australian-Open- und US-Open-Siegerin Naomi Osaka durch und steht damit zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale von Paris. Es war Sabalenkas dritter Sieg gegen Osaka in diesem Jahr.
Auf dem Court Philippe Chatrier brauchte die 28-jährige Belarussin knapp anderthalb Stunden. Nach dem letzten Punkt griff sie zum Stadion-Mikrofon und ließ den Center Court tanzen: Zum Instrumental von Michael Jacksons „Thriller“ probierte Sabalenka den Moonwalk auf dem roten Sand, das Publikum klatschte mit. „Es ist toll, die Nightsession zu spielen. Es war meine erste hier in Paris. Danke für die Atmosphäre heute“, sagte Sabalenka anschließend auf dem Platz, wie Eurosport berichtet.
Ich hatte nicht erwartet, dass ich so gut aufschlage. Ich werde mit jedem Match besser.
Sportlich war die Partie weniger spektakulär als die Choreografie danach. Sabalenka holte sich den ersten Satz mit dem späten Break zum 6:5, im zweiten Durchgang ließ sie Osaka kaum noch ins Spiel kommen. Die Sportschau hob hervor, dass es seit fünf Jahren erst die fünfte Frauen-Partie überhaupt war, die in Paris in den Nachtspielplatz gehoben wurde - eine Entscheidung des Veranstalters, die in den vergangenen Jahren regelmäßig Kritik provoziert hatte.
Viertelfinale am Mittwoch gegen Shnaider
Im Viertelfinale trifft Sabalenka an diesem Mittwoch auf Diana Shnaider. Die 22-jährige Russin hatte sich in einem Dreisatzmatch gegen die an Nummer sieben gesetzte Madison Keys durchgesetzt (6:3, 3:6, 6:0) und steht erstmals in einem Grand-Slam-Viertelfinale. Angesetzt ist die Partie laut Sportschau als zweites Match der Tagessession ab etwa 13 Uhr auf dem Chatrier.
Für Sabalenka ist es das 14. Grand-Slam-Viertelfinale in Serie - eine Bilanz, die in der Frauen-Tour aktuell niemand erreicht. Mit dem Sieg gegen Osaka feierte sie zudem ihren 100. Erfolg als Nummer eins der Welt. Das Roland-Garros-Trophy ist die einzige große Lücke in ihrer Sammlung: 2025 hatte sie das Finale nach gewonnenem ersten Satz gegen Coco Gauff verloren, Gauff scheiterte in diesem Jahr bereits im Achtelfinale.
Mit Iga Swiatek, Madison Keys und Coco Gauff sind drei der Top-Favoritinnen damit raus. Auf der einen Hälfte des Tableaus steht mit Mirra Andreeva bereits eine Halbfinalistin fest, in der anderen Hälfte ist Sabalenka die mit Abstand höchstgesetzte Spielerin. Sollte die Belarussin gegen Shnaider durchkommen, wartet im Halbfinale Anna Kalinskaja oder die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska.