Schottland ist erfolgreich in die WM 2026 gestartet. Im Boston Stadium in Foxborough setzte sich die Mannschaft von Trainer Steve Clarke am späten Samstagabend Ortszeit mit 1:0 (1:0) gegen Haiti durch. John McGinn erzielte in der 28. Minute den einzigen Treffer des Spiels, nachdem Haitis Torhüter Johny Placide einen Schuss von Che Adams nur nach vorne abwehren konnte. Für die Schotten war es die erste WM-Teilnahme nach 28 Jahren Abstinenz; zuletzt war das Team 1998 in Frankreich angetreten.
Bereits in der 17. Minute hätte Schottland in Führung gehen können. Scott McTominay setzte einen Kopfball nach Hereingabe von Kapitän Andy Robertson an den rechten Pfosten, wie der Scotsman in seinem Spielbericht festhielt. Auch nach McGinns Treffer blieb das Team aus Glasgow das gefährlichere. Lawrence Shankland und Ben Gannon-Doak vergaben weitere Chancen, ohne den Vorsprung auszubauen. In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie, Haiti kam zwar zu Ballbesitz, fand aber kein Durchkommen gegen die kompakte schottische Defensive.
Haitis Rückkehr endet ohne Punkte
Für die Karibik-Auswahl war es das erste WM-Spiel seit 1974, als das Team in Deutschland in der Vorrunde ausschied. Spielmacher Jean-Ricner Bellegarde und die Sturmspitzen um Frantzdy Pierrot und Wilson Isidor kamen offensiv kaum zur Geltung; eine klare Torchance erspielten sich die Haitianer im gesamten Spielverlauf nicht. Placide musste sich beim Gegentor zwar einen Patzer vorwerfen lassen, bewahrte sein Team mit mehreren Paraden aber vor einem höheren Rückstand.
In der Gruppe C übernehmen die Schotten damit vorerst die Tabellenspitze. Brasilien und Marokko hatten ihren Auftakt am Samstagabend in East Rutherford mit einem 1:1 absolviert, wie die Sportschau berichtete. Marokkos Ismael Saibari brachte die Nordafrikaner in der 21. Minute per Heber in Führung, Real-Madrid-Star Vinicius Jr. glich elf Minuten später aus. Schottland trifft am kommenden Spieltag auf Marokko.
Trainer Clarke hatte Haiti schon vor dem Turnier als schwierigen Gegner eingestuft. Gegenüber Sky Sports erklärte er, das Team aus der Karibik habe seine Qualifikationsgruppe „recht komfortabel“ gewonnen, seine eigene Mannschaft aber eben auch: „Bring it on.“ Nach dem 4:0 im Test gegen Bolivien Anfang Juni in New Jersey sprach der Schotte gegenüber ESPN von „fantastischen Problemen“, was die Aufstellung angehe. Die erste Hürde im Turnier ist nun genommen.