Schweden ist mit einem 5:1 gegen Tunesien in die Fußball-WM 2026 gestartet. Im Estadio BBVA von Monterrey traf Yasin Ayari in der siebten Minute mit einem Distanzschuss unter die Latte, in der Nachspielzeit setzte der Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion mit einem zweiten Fernschuss den Schlusspunkt. Dazwischen trafen Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (60.) und Mattias Svanberg (84.) für die Tre Kronor, Omar Rekik per Kopf (43.) für Tunesien.
Der englische Trainer Graham Potter, im Frühjahr 2025 als Nachfolger von Janne Andersson installiert, sah eine konzentrierte Vorstellung seines Teams. Schweden, das nach dem Aus in der Qualifikation für die WM 2022 erst über den Play-off-Weg ins Turnier zurückgekehrt war, dominierte die Partie über weite Strecken. „Fünf Tore, eine solide Leistung, wir hätten noch mehr schießen können“, sagte Potter laut Sportschau. „Alle Spieler waren großartig.“ Zugleich räumte der Coach Verbesserungspotenzial ein.
Fünf Tore, eine solide Leistung, wir hätten noch mehr schießen können - alle Spieler waren großartig.
Ayaris erstes Tor erinnerte mit seiner Wucht an Klassiker aus früheren Turnieren: Der 22-Jährige nahm einen Ball am Strafraumrand direkt und jagte ihn unter die Latte. Isak, jüngst für eine Rekordablöse vom FC Liverpool verpflichtet, drückte nach einer halben Stunde aus kurzer Distanz ein, ehe Tunesien durch Rekik aus dem Nichts zurückkam. Den Anschlusstreffer parierte die Defensive Schwedens dann mit dem dritten Tor: Eintracht Frankfurts Ellyes Skhiri verlor am eigenen Sechzehner den Ball, Arsenal-Stürmer Gyökeres bestrafte den Fehlpass.
Bundesliga-Profis ohne Glück
Tunesien war mit zwei Bundesliga-Akteuren ins Spiel gegangen. Rani Khedira von Union Berlin sortierte das Mittelfeld, Skhiri sollte die Defensive aushelfen. Beide kamen gegen das schwedische Pressing kaum durch, der entscheidende Ballverlust von Skhiri leitete die Vorentscheidung ein. „Das war ein bitterer Moment“, schrieb der kicker im Liveticker zur Aktion. Tunesiens Bundestrainer Sami Trabelsi muss sein Team nun vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Australien neu aufstellen, in der Tabelle der Gruppe F rangiert die Tunesien hinter Schweden und der USA.
Für Schweden ist es die erste WM seit 2018, als Janne Andersson das Team ins Viertelfinale geführt hatte. Mit Isak und Gyökeres verfügen die Skandinavier inzwischen über eines der gefährlichsten Sturmduos des Turniers. Potter hatte vor dem Spiel betont, er wolle eine „aggressive, klare Linie“ sehen. In Monterrey wurde sie geliefert. Am 19. Juni folgt das Duell mit den USA in San Francisco, wo Schweden den Schritt Richtung K.-o.-Runde absichern könnte.