Esther Sedlaczek hat am Freitagabend zum ersten Mal die Goldene Henne moderiert. Die 40-jährige ARD-Sportmoderatorin führte an der Seite von Florian Silbereisen live aus der HALLE:EINS auf dem Leipziger Messegelände durch die 32. Ausgabe des von SuperIllu und MDR ausgerichteten Publikumspreises. Übertragen wurde die Gala ab 20.15 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek. Silbereisen präsentierte den Preis zum fünften Mal in Folge - für Sedlaczek war es das Debüt in dieser Rolle.

„Diese besondere Gala gemeinsam mit Florian moderieren zu dürfen, freut mich sehr und bedeutet mir viel“, hatte Sedlaczek im Vorfeld angekündigt. Silbereisen erklärte in derselben Ankündigung: „Es ist mir eine große Ehre, den größten Publikumspreis im deutschen Fernsehen zum fünften Mal zu präsentieren. Und ich freue mich sehr auf Esther!“ Beide arbeiteten bereits 2025 zusammen, als Silbereisen Sedlaczek während ihrer Elternzeit bei der ARD-Show „Frag doch mal die Maus“ vertrat.

Vom Fußballfeld auf die Show-Bühne

Sedlaczek ist seit 2021 Bundesliga-Moderatorin der ARD-Sportschau - als erst vierte Frau in dieser Rolle. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko war sie für die ARD vor Ort, zuletzt beim deutschen Turnierauftakt gegen Curacao am 14. Juni, den 23,43 Millionen Menschen im Ersten verfolgten. Parallel moderiert sie Unterhaltungsformate wie „Die große Maus-Show“ und „Quizduell-Olymp“. In der aktuellen Ausgabe von Johannes B. Kerners Podcast „Kerners 11“ sagte sie Anfang September, sie empfinde es als „absolutes Privileg“, Welt- und Europameisterschaften begleiten zu dürfen; drei Kinder - geboren 2019, 2021 und im Sommer 2025 - passe sie mit der Reisetätigkeit zusammen.

Die Goldene Henne verlieh am Freitagabend Ehrenpreise an Armin Mueller-Stahl (Lebenswerk), Helene Fischer, die britische Popband Take That und die Serie „Babylon Berlin“. Die Publikumspreise gingen an Hape Kerkeling in der Kategorie Film und Fernsehen, an Felix Lobrecht in der Unterhaltung, an Unheilig-Sänger Der Graf in der Musik sowie an das Eistanz-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin im Sport. Die Live-Sendung setzte damit die Ost-West-Ausrichtung der Gala fort, die 1995 vom Verlag Super-Illu ins Leben gerufen und nach der 1991 gestorbenen DDR-Entertainerin Helga Hahnemann benannt wurde.

Mit Sedlaczek verankert die ARD an prominenter Stelle eine Moderatorin, die bislang vor allem im Sport-Ressort verortet war. Der Rollenwechsel von der Live-Analyse zur Publikums-Gala ist im deutschen Fernsehen ein bekanntes Karrieremuster - Reinhold Beckmann, Katrin Müller-Hohenstein oder Johannes B. Kerner haben es vorgemacht. Wie regelmäßig Sedlaczek künftig auch Show-Formate übernehmen wird, ließ die ARD zunächst offen.