Spanien beginnt seine WM 2026 am Montagabend ohne den Mann, der das Turnier prägen soll. Trainer Luis de la Fuente bestätigte vor dem Gruppenspiel gegen Kap Verde, dass Lamine Yamal nicht in der Startelf stehen wird. Das Spiel wird um 18.00 Uhr MESZ im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta angepfiffen, übertragen in der ARD und auf MagentaTV. Es ist das erste Auftaktspiel der Gruppe H.

Yamal hatte Ende April eine Oberschenkelverletzung erlitten und das Trainingscamp in den USA zuletzt vollständig durchlaufen. „Die gute Nachricht ist, dass Lamine sehr fit ist. Er ist in guter Form und trainiert sehr gut. Er steht zur Verfügung, aber er kann nicht von Anfang an spielen“, sagte de la Fuente nach Angaben des Tagesspiegel auf der Pressekonferenz in Atlanta. Dasselbe gelte für Nico Williams. Wann das Duo komme, hänge vom Spielverlauf ab.

Er steht zur Verfügung, aber er kann nicht von Anfang an spielen.
- Luis de la Fuente, Spaniens Nationaltrainer, in Atlanta

Der Verzicht ist eine taktische Entscheidung, kein medizinisches Veto. De la Fuente will Yamal und Williams schonen, bevor die schwereren Aufgaben kommen. Spanien trifft am 21. Juni in der Gruppenphase noch auf Saudi-Arabien und schließt am 27. Juni gegen Uruguay ab. Der Europameister gilt als einer der Topfavoriten auf den Gesamtsieg und will in Atlanta einen ruhigen Auftakt - ohne Risiko bei den Stars.

Kap Verde mit erstem WM-Auftritt

Für Kap Verde ist es das erste WM-Spiel der Verbandsgeschichte. Der Inselstaat vor Westafrika hat sich erstmals für eine Endrunde qualifiziert und tritt als deutlicher Außenseiter gegen den Titelaspiranten an. De la Fuente warnte jedoch vor Überheblichkeit. „Taktisch sind sie sehr gut strukturiert, die Spieler sind sehr schnell und physisch gut“, sagte er nach Berichten des SRF und nannte das Spiel einen „Kampf, auch wenn wir gewinnen“.

Für die Spanier hängt mehr am Auftakt als nur drei Punkte. Beim letzten Turnier in Katar 2022 war im Achtelfinale gegen Marokko Schluss, ein WM-Aus, das im Verband bis heute nachwirkt. Mit dem EM-Titel 2024 in Berlin und einer Sieggeneration um Yamal, Williams, Rodri und Pedri ist der Anspruch klar. „Wir sind nicht hier, um nur dabei zu sein“, sagte de la Fuente zuletzt gegenüber spanischen Medien. Atlanta soll der erste Schritt sein.