Valve hat die Preise für das Steam Deck OLED am 27. Mai 2026 deutlich erhöht. Die 512-GB-Variante kostet in Deutschland nun 779 Euro statt 569 Euro, das 1-TB-Modell springt von 679 auf 919 Euro - ein Aufschlag von 210 beziehungsweise 240 Euro. Die alte LCD-Version verkauft Valve nur noch als generalüberholtes Refurbished-Gerät. Parallel zur Preisanpassung meldete der Hersteller im Steam-Hardware-Forum die Rückkehr der OLED-Modelle in den Verkauf, nachdem diese wochenlang nur eingeschränkt verfügbar waren.

Als Begründung führt Valve die seit Herbst 2025 anhaltende globale Speicherkrise an. „Aufgrund gestiegener Kosten für Arbeits- und Datenspeicher haben wir den Preis für beide Modelle entsprechend erhöht“, teilte der Hersteller laut ComputerBase mit. Das Gerät selbst sei unverändert, die Anpassung spiegele „den aktuellen Stand der Komponentenkosten sowie globale logistische Belastungen wider, die die gesamte Branche der Unterhaltungselektronik betreffen“. Refurbished-Geräte werden mit 619 Euro (512 GB) und 739 Euro (1 TB) gelistet, sind aktuell aber kaum lieferbar.

Aufgrund gestiegener Kosten für Arbeits- und Datenspeicher haben wir den Preis für beide Modelle entsprechend erhöht.
- Valve, Mitteilung im Steam-Hardware-Forum

DRAM und NAND treiben die Kosten

Hintergrund der Anpassung ist eine seit Monaten zugespitzte Versorgungslage am Speichermarkt. Wie heise online berichtet, verschieben die drei großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron zunehmend Kapazitäten von klassischem DDR5-RAM und NAND-Flash hin zu High-Bandwidth-Memory für KI-Rechenzentren. PC Games Hardware zitiert Marktdaten, wonach 64 GB DDR5-RAM Anfang 2025 noch rund 200 US-Dollar gekostet hätten - im Februar 2026 lagen die Preise demnach bei 900 bis 1.400 US-Dollar. Desktop-RAM ist laut ComputerBase derzeit etwa viermal so teuer wie vor der Krise, SSDs und HDDs haben sich im Preis verdoppelt.

Für Valve stellt sich damit auch die Frage, wie die für 2026 angekündigten neuen Geräte kalkuliert werden. Das im April vorgestellte Steam-Controller-Set ist für 99,99 US-Dollar vorbestellbar; eine konkrete Preisangabe für die kompaktere Steam Machine sowie das Steam-Frame-VR-Headset hat das Unternehmen bisher vermieden. Der ursprünglich für das erste Quartal 2026 angepeilte Start beider Produkte wurde nach Berichten von play3.de und xboxdynasty bereits in den späteren Jahresverlauf verschoben.

Was Käufer jetzt wissen müssen

Für Spielerinnen und Spieler, die mit einem Kauf liebäugeln, ist das neue Niveau der entscheidende Punkt: Das 1-TB-OLED-Modell überschreitet erstmals die 900-Euro-Marke und liegt damit fast auf dem Preisniveau einer kompletten Mittelklasse-Gaming-Konsole inklusive Spielebibliothek. Valve betont, die Preisstruktur könne sich wieder ändern, sobald sich die Speicherversorgung normalisiere - einen Zeitrahmen nennt das Unternehmen nicht. Bis dahin müssen Interessierte abwägen, ob sie zu den höheren Konditionen einsteigen oder auf Generalüberholungen warten.